Trivia
Originaltitel: Gomorra
Genre: Drama / Krimi / Mafia / Thriller
Anzahl der Episoden: 12
Laufzeit: ca. 586 Minuten
Produktionsfirmen: Cattleya / Sky Italia
Produktionsland: Italien
Erstausstrahlung: 06. Mai 2014
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 10. Oktober 2014
Altersfreigabe: ab 16 Jahre
Komponisten: Mokadelic
Regisseur: Stefano Sollima
Trailer: bit.ly/GomorrhaS1
Kurzinhalt
Inmitten von Neapel herrscht die Camorra der Savastanos, mit Don Pietro Savastano (Fortunato Cerlino), der als Pate des Clans agiert. Der Protagonist der ersten Staffel ist der Familienvater Ciro di Marzio (Marco D'Amore), der gleichzeitig im Clan der Savastanos tätig und dort nur als "Der Unsterbliche" bekannt ist, weil er schon unzählige Male dem Tod entkam. Die Savastanos befinden sich mitten im Krieg, da die Mitglieder des Savastano-Clans einen Anschlag auf Salvatore Conte (Marco Palvetti) verübten. Infolgedessen rächt sich natürlich der Conte-Clan mit einem Anschlag, indem ein Rollerfahrer zwei Granaten in ein Café wirft, in welchem sich Ciro befindet. Als jedoch Pate Pietro ins Gefängnis gesteckt wird, übernimmt Pietros Sohn Genny (Salvatore Esposito) den Clan. Anschließend eskaliert die ganze Situation um den Clan, zumal aus allen Richtungen Intrigen gesponnen werden.
,,Gomorrha" - das neue ,,Die Sopranos"?
Europäische Filme und Serien sind immer so eine Sache, weil mir nicht alles gefällt, was aus Europa kommt. Eine große Zuneigung besitze ich zu britische und skandinavische Serien, gegenüber deutsche Serien habe ich eine Abneigung. Doch eine italienische Serie ist mir bisher nicht wirklich untergekommen, wodurch ich sehr gespannt auf Gomorrha war. Und gleich vorweg: Ich bin überrascht worden, doch dazu gleich mehr. Die italienische Serie basiert auf den Roman ,,Gomorrha: Reise in das Land der Camorra" von Roberto Saviano. Aus dem Titel kann man nur unschwer erkennen, dass es um die Camorra, dem organisierten Verbrechen - der Mafia - handelt. Während es im Film schon unzählige Settings mit der Mafia gab, ist es im Serienbereich relativ unverbraucht. Die bekanntesten und sogleich neusten Vertreter des Genres sind wohl immer noch ,,Die Sopranos" und ,,Boardwalk Empire". Es gibt zwar noch weitere Mafiaserien, doch diese stellen meistens die Mafia nicht in den Vordergrund, sind nicht so bekannt oder schon relativ alt. Aber ich komme mal zurück zu Gomorrha. Des Öfteren wurde die Serie mit den Sopranos verglichen, was ich aber für keinen guten Vergleich halte. ,,Die Sopranos" ist nicht nur eine Mafiaserie, sie ist auch gleichzeitig ein Familiendrama, welches sehr viel das Privatleben der Mafiosi thematisiert. In Gomorrha hingegen geht man nur auf die Aktivitäten der Mafia ein, die etwas anders gezeigt werden, als bei den Sopranos. Die Atmosphäre der Serie ist dementsprechend rau, brutal, dreckig und ziemlich intensiv. Der Lichteinsatz beschränkt sich oftmals auf einen grünen Ton, wodurch diese Atmosphäre noch stärker zur Geltung kommt. Zusätzlich haben die Aufnahmen toll gewählte Perspektiven und Kamerafahrten, die sowohl die reichen, als auch die armen Gegenden mehr als authentisch darstellen. Unterlegt werden die Szenen meistens mit italienischen Rap.
Bereits in dem ersten Episode bemerkt man, dass Brutalität und Loyalität an der Tagesordnung stehen. Denn man merkt von Anfang an, dass im Savastano-Clan pure Hierarchie herrscht und nur das gemacht wird, was der Pate sagt. Daraus folgen in den Episoden diverse Blutbäder, die man durchaus hätte vermeiden können. Darauf folgen leere Versprechungen, damit die Mitglieder der Camorra sich auf den Clan konzentrieren. Denn die wichtigste Sache für sie, ist das Geld. Und frühstens ab diesem Punkt bemerkt man, dass die Figuren größtenteils nur unsympathische Arschlöcher sind. Aber ist ja auch klar. Wieso sollte es in einer Serie, wo der Fokus nur auf die Aktivität und Tätigkeit der Mafia liegt, viele Sympathieträger geben? Ganz einfach: die Macher wollten die Serie so realistisch wie möglich halten und damit zeigen, wie es im Kreis der Camorra ablaufen kann. Deshalb existiert in Neapel ja auch eine ungemein hohe Kriminalitätsrate. Nichtsdestotrotz sind alle Figuren ausgezeichnet geschrieben und agieren glaubwürdig. Die Charakterentwicklungen sind größtenteils großartig, insbesondere die von Genny. Lediglich die von Pietro fand ich etwas aufgesetzt, um einen kleinen Schockmoment herauszuholen. Um aber nochmal auf das Thema "Sympathieträger" zurückzukommen, waren meiner Meinung nach die sympathischsten Figuren Genny, zumindest in der ersten Hälfte, und Salvatore Conte. Ebenfalls erwähnenswert ist das Schauspiel mitsamt ihren Darstellern, die durch die Bank weg brillieren.
Gewöhnlicherweise hat man mit dem Mafia-Szenario sehr viele Möglichkeiten, wie man den Plot gestalten möchte. Wie bereits erwähnt, geht man in Gomorrha weitestgehend auf die Aktivität der Mafia ein. Und wie es auch im Bereich der Mafia so üblich ist, wird hier im und zwischen den Familien-Clans sehr viel intrigiert, da alle die Herrschaft über Scampia haben wollen. Schon mit der ersten Episode hat man einen guten Start hingelegt und eine Menge Potenzial für den weiteren Verlauf der Serie hinterlassen. Dieses Potenzial wurde dann weiterhin wirklich gut genutzt und die Handlung wirkt im weiteren Verlauf nahezu elektrisierend. Obwohl die Erzählung eher ruhig verläuft, schafft es Gomorrha beinahe konstant spannungsgeladen und unvorhersehbar zu sein. Diverse Figuren sterben konsequent, egal welche Rolle sie einnehmen. Jedoch gab es auch ein paar Sachen, die mich etwas gestört haben. Beispielsweise ist mir die erste Staffel zu emotionslos erzählt worden oder es sind einfach zu viele Logikfehler bemerkbar, wodurch das Ganze nicht zu hundert Prozent glaubwürdig rüberkommt. Ein gutes Beispiel ist hierbei die Polizei oder wie manche Figuren handeln. Besonders die letzte Folge hat darunter gelitten, die mit unzähligen Fehlern praktisch übersät war.
Fazit
Insgesamt ist Gomorrha für europäische Verhältnisse eine hervorragende Serie. Die konsequente Dramaturgie tut der Serie so dermaßen gut, weshalb die erste Staffel sehr spannungsgeladen und unvorhersehbar wirkt. Gestärkt wird das Ganze mit der dreckigen und brutalen Atmosphäre, die den vorherigen Punkt nochmal klar unterstreicht. Allerdings wirkt das alles durch die fehlende Emotion und der diversen Logiklöcher nicht komplett glaubwürdig. Trotzdem ist es ein Schritt in die richtige Richtung, für gutes europäisches Fernsehen, welches mal nicht von den gewohnten Erfolgsgaranten stammt.
Wertung: 8/10 Punkte
Sonntag, 18. September 2016
GOMORRHA Staffel 1 - Kritik (2016)
Labels:
Deutsch,
Drama,
Fortunato Cerlino,
German,
Gomorrha,
Gomorrha Season 1,
Gomorrha Staffel 1,
Krimi,
Kritik,
Mafia,
Marco D'Amore,
Marco Palvetti,
Salvatore Esposito,
Serienkritik,
Stefano Sollima,
Thriller
Sonntag, 14. August 2016
ORPHAN BLACK Staffel 4 - Kritik (2016)
Trivia
Originaltitel: Orphan Black
Genre: Drama / Science Fiction / Thriller
Anzahl der Episoden: 10
Laufzeit: ca. 427 Minuten
Produktionsfirmen: BBC / Netflix
Produktionsjahr: 2015 / 2016
Produktionsland: Kanada / USA
Erstausstrahlung: 14. April 2016
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Komponist: Trevor Yulle
Produzenten: David Fortier, Graeme Manson, Ivan Schneeberg, John Fawcett
Regisseure: John Fawcett (3x), David Frazee (2x), Aaron Morton (1x), David Wellington (1x), Grant Harvey (1x), Ken Girotti (1x), Peter Stebbings (1x)
Trailer: bit.ly/OrphanSeason4
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Komponist: Trevor Yulle
Produzenten: David Fortier, Graeme Manson, Ivan Schneeberg, John Fawcett
Regisseure: John Fawcett (3x), David Frazee (2x), Aaron Morton (1x), David Wellington (1x), Grant Harvey (1x), Ken Girotti (1x), Peter Stebbings (1x)
Trailer: bit.ly/OrphanSeason4
Kurzinhalt
Kurzer Tipp: Falls Du Orphan Black noch nicht gesehen hast, kann es im Laufe der Review zu minimalen, aber nicht schwerwiegenden Spoilern kommen!
Sarah [Tatiana Maslany] flog mit ihrer Tochter Kira [Skyler Wexler], ihrer Adoptivmutter Siobhan [Maria Doyle Kennedy] und ihrer Großmutter Kendall [Alison Steadman] nach Island, um dort ein bisschen Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Jedoch bekommt Sarah einen ominösen Anruf, der sie informiert, dass sie sich in unmittelbarer Gefahr befinden. Deshalb begibt sich die Familie zurück nach London, um dort ihre Klone über das Geschehen in Island aufzuklären. Nach nicht allzu langer Zeit bemerken sie, dass eine neue Bedrohung an der Spitze steht. Währenddessen erholt sich Rachel weiterhin von ihren erlittenen Verletzungen und Schäden, und hofft darauf, dass sich bald Besserungen zeigen werden. Felix [Jordan Gavaris] hingegen spaltet sich von Sarah etwas ab und möchte gerne Teile seiner leiblichen Familie finden. Außerdem kommt die Wahrheit um Beth ans Licht.
Stellt sich die vierte Staffel besser an, als die Dritte?
Die erste Frage die ich mir stellte, bevor ich mit der vierten Staffel begann, war, ob sich die vierte Staffel nach dem Durchhänger der dritten Staffel wieder bessern kann. Die ersten Episoden machten aber insgesamt einen guten Eindruck. Denn schnell bemerkt man wieder die gewohnte, hochwertige Production Value, die man von BBC gewohnt ist. Alles sieht hervorragend aus, hier schließt man definitiv an alter Stärke an. Der Lichteinsatz sorgt für eine tolle Atmosphäre, wo ich ebenfalls nichts bemängeln kann. Aufgrund der Flashbacks, die erstmals in der Serie zur Verwendung kamen, war ich dann doch anfangs zwiegespalten, ob das so klug wäre. Doch dazu komme ich später noch. Auch bei der Einführung des neuen Klons war ich misstrauisch, da man schon mehr als genug Klone in die Serie eingebaut hat. Aber aufgrund des hervorragenden Schauspiels von Tatiana Maslany, die völlig zurecht zum zweiten Mal für die Emmys nominiert ist, hat sich auch diese Anzweiflung nicht bewahrheitet. Ebenfalls hervorzuheben sind die guten Leistungen von Jordan Gavaris, Maria Doyle Kennedy und Kristian Bruun. Der restliche Cast befindet sich auf durchschnittlichem Niveau.
Aber auch neue Figuren wie Duko [Gord Rand] oder Susan [Rosemary Dunsmore] werden in dieser Staffel eingeführt und etabliert, und das wirkt sich dementsprechend auf die Laufzeit aus, da man sie ja irgendwie einbauen muss. Durch interessante, sowie lustige Charakterkonstellationen wie Krystal und Donnie [Kristian Bruun], Felix und Krystal, Susan und Rachel usw. glückt das größtenteils und wirkt sich nicht negativ auf die Serie aus. Genauso ist auch die musikalische Untermalung der einzelnen Figuren einfach fantastisch. Sei es jetzt die teils verstörend angehauchte Musik von Helena oder die pingelig wirkende Untermalung von Alison, alle Musikstücke sind für die Figuren wie maßgeschneidert und erzeugen damit eine gute Atmosphäre. Doch ich komme mal zurück zu den Charakteren. Der Großteil von ihnen hat sich weiterentwickelt, jedoch gibt es ebenso ein paar Ausnahmen. Ein gutes Beispiel dafür, wäre die von Jessalyn Wanlim verkörperte Antagonistin. Diese wirkt über die ganze Staffel hinweg eindimensional, austauschbar, steril und keineswegs interessant, weshalb sie nur wie ein Übergangs-Gegenspieler wirkt. Die Zeit, die man mit dieser Figur verbracht hat, hätte man getrost in andere Figuren stecken und diese als Hauptantagonist/in aufbauen können. Außerdem hatte Helena meiner Meinung nach in dieser Staffel viel zu wenig Screentime. Michiel Huisman, der Cal Morrison verkörpert, kommt bedauerlicherweise nicht mal in der vierten Staffel zum Einsatz. Was mich ebenfalls gestört hat, ist, wie manche Figuren auf bestimmte Situationen agieren. Ob sie jetzt irgendwo allein hingehen müssen, weil sie meinen, dass das ihre Sache sei, aber ganz genau wissen, dass es sehr gefährlich sein kann, alleine hinzugehen oder plötzlich leichtgläubig sind und das Misstrauen gegenüber anderen Personen voreilig ablegen, ist ziemlich fragwürdig und fadenscheinig.
Auch gleich mit der näheren Betrachtung von Beth Childs Leben hat man einen Schritt in eine andere Richtung gewagt. Denn wie bereits erwähnt, wurde in der vierten Staffel mit Flashbacks gearbeitet. In nicht allen Serien sind Flashbacks gut eingebaut, ohne die Handlung zu stören. Hierbei hat man aber alles richtig gemacht, denn diese waren sowohl für die Handlung wichtig, als auch für die Aufklärung der offenen Fragen aus der dritten Staffel. Durch die Entwicklung der Charaktere entstehen erneut neue Konflikte. In dieser Staffel gab es somit mehrere Uneinigkeiten, die die Handlung äußerst interessant gestaltet haben. Vor allem ist dramaturgisch die Figur von Sarah herausgestochen. Ihre Charakterentwicklung hat nun einen gewissen Punkt erreicht, wodurch das Ende maßgeblich beeinflusst werden könnte. Und eventuell wurde es ja in dieser Staffel schon verraten? Aber dies ist nur eine vage Vermutung, die eine von vielen Möglichkeit ist. Denn mit der kommenden, bereits bestätigten, fünften Staffel, die nächstes Jahr ausgestrahlt wird, will man der Serie ein Ende setzen. Meiner Meinung nach ist dieser Beschluss der richtige Weg, da nicht alle Serien die Chance bekommen, ein zeitgerechtes Ende zu finden, ohne dass man seinen Zenit überschreitet (*hust* The Walking Dead). Aber da ich jetzt nicht abschweifen möchte, wird es zu diesem Thema bestimmt noch einen eigenständigen Post geben.
Wie man Orphan Black kennt, werden im Plot jede Menge Twists mit eingebaut. Auch diese Staffel scheute nicht davor, mit Twists zu sparen. Ein großer Teil der Wendungen waren unerwartet, die man so nicht vorhergesehen hat. Jedoch waren manche Twists komplett vorhersehbar, wo man schon Minuten zuvor weiß, was passieren wird. Ebenfalls hätte ich mir bei den Großteil der Wendungen ein anderes Ende herbeigesehnt, die aber nie eintrafen. Dabei beschränkte man sich größtenteils auf den typischen Ausgang der Wende. Allerdings empfand ich ebenso, dass die Geschichte aufgrund der Ereignisse immer verwirrender für den Zuschauer wird. Diese Gruppierung ist mit jener verstrickt, diese arbeitet mit denen dort zusammen, und so werden dann Namen in den Raum geworfen, wo man anschließend nicht mehr weiß, um welche Gruppe es überhaupt geht, geschweige denn, warum sie jetzt gegen diese vorgehen und was sie vorhaben. Auch wenn es immense Schwächen in der Gesamthandlung gibt, kann man jedenfalls mit dem Spannungsbogen wieder einiges herausholen. Denn obwohl viele Twists nicht meine gewünschten Ergebnisse erzielten oder der Plot immer verwirrender wird, konnte man über die ganze Handlung hinweg einen kontinuierlichen Spannungsbogen erschaffen. Manche Vorhaben sind fragwürdig, doch schafft es die Serie trotzdem, dass ich gespannt den Figuren zusehe, wie sie die Situation lösen wollen. Die Cliffhanger tun ebenfalls das, was sie machen sollen: sie motivierten mich dazu, die nächste Episode anzusehen. Damit hat man vieles Richtig gemacht, was ansonsten noch schlimmer hätte ausfallen können. Das Staffelfinale war gut, aber auch da kommen die bereits genannten Punkte zur Geltung. Trotzdem hat man sich damit eine gute Position verschafft, damit man Orphan Black nun vernünftig zum Ende führen kann. Dementsprechend freue ich mich auf die letzte Staffel.
Fazit
Die vierte Staffel von Orphan Black kommt nicht annähernd an die Leistungen der ersten beiden Staffeln heran, da man zu viel falsch gemacht hat. Die Stärken der Staffel liegen definitiv in der überragenden Leistung von Tatiana Maslany, der Atmosphäre und der Musik. Vieles ist auch meckern auf hohem Niveau, jedoch gibt es doch ein paar schwerwiegende Punkte, weshalb es nicht reicht, um wieder zu alter Stärke zurück zu gelangen. In der Gesamthandlung hat man zu viele Fehler gemacht, wodurch ich die vierte Staffel mit der Dritten gleichsetze.
Wertung: 6/10 Punkte
Auch gleich mit der näheren Betrachtung von Beth Childs Leben hat man einen Schritt in eine andere Richtung gewagt. Denn wie bereits erwähnt, wurde in der vierten Staffel mit Flashbacks gearbeitet. In nicht allen Serien sind Flashbacks gut eingebaut, ohne die Handlung zu stören. Hierbei hat man aber alles richtig gemacht, denn diese waren sowohl für die Handlung wichtig, als auch für die Aufklärung der offenen Fragen aus der dritten Staffel. Durch die Entwicklung der Charaktere entstehen erneut neue Konflikte. In dieser Staffel gab es somit mehrere Uneinigkeiten, die die Handlung äußerst interessant gestaltet haben. Vor allem ist dramaturgisch die Figur von Sarah herausgestochen. Ihre Charakterentwicklung hat nun einen gewissen Punkt erreicht, wodurch das Ende maßgeblich beeinflusst werden könnte. Und eventuell wurde es ja in dieser Staffel schon verraten? Aber dies ist nur eine vage Vermutung, die eine von vielen Möglichkeit ist. Denn mit der kommenden, bereits bestätigten, fünften Staffel, die nächstes Jahr ausgestrahlt wird, will man der Serie ein Ende setzen. Meiner Meinung nach ist dieser Beschluss der richtige Weg, da nicht alle Serien die Chance bekommen, ein zeitgerechtes Ende zu finden, ohne dass man seinen Zenit überschreitet (*hust* The Walking Dead). Aber da ich jetzt nicht abschweifen möchte, wird es zu diesem Thema bestimmt noch einen eigenständigen Post geben.
Wie man Orphan Black kennt, werden im Plot jede Menge Twists mit eingebaut. Auch diese Staffel scheute nicht davor, mit Twists zu sparen. Ein großer Teil der Wendungen waren unerwartet, die man so nicht vorhergesehen hat. Jedoch waren manche Twists komplett vorhersehbar, wo man schon Minuten zuvor weiß, was passieren wird. Ebenfalls hätte ich mir bei den Großteil der Wendungen ein anderes Ende herbeigesehnt, die aber nie eintrafen. Dabei beschränkte man sich größtenteils auf den typischen Ausgang der Wende. Allerdings empfand ich ebenso, dass die Geschichte aufgrund der Ereignisse immer verwirrender für den Zuschauer wird. Diese Gruppierung ist mit jener verstrickt, diese arbeitet mit denen dort zusammen, und so werden dann Namen in den Raum geworfen, wo man anschließend nicht mehr weiß, um welche Gruppe es überhaupt geht, geschweige denn, warum sie jetzt gegen diese vorgehen und was sie vorhaben. Auch wenn es immense Schwächen in der Gesamthandlung gibt, kann man jedenfalls mit dem Spannungsbogen wieder einiges herausholen. Denn obwohl viele Twists nicht meine gewünschten Ergebnisse erzielten oder der Plot immer verwirrender wird, konnte man über die ganze Handlung hinweg einen kontinuierlichen Spannungsbogen erschaffen. Manche Vorhaben sind fragwürdig, doch schafft es die Serie trotzdem, dass ich gespannt den Figuren zusehe, wie sie die Situation lösen wollen. Die Cliffhanger tun ebenfalls das, was sie machen sollen: sie motivierten mich dazu, die nächste Episode anzusehen. Damit hat man vieles Richtig gemacht, was ansonsten noch schlimmer hätte ausfallen können. Das Staffelfinale war gut, aber auch da kommen die bereits genannten Punkte zur Geltung. Trotzdem hat man sich damit eine gute Position verschafft, damit man Orphan Black nun vernünftig zum Ende führen kann. Dementsprechend freue ich mich auf die letzte Staffel.
Fazit
Die vierte Staffel von Orphan Black kommt nicht annähernd an die Leistungen der ersten beiden Staffeln heran, da man zu viel falsch gemacht hat. Die Stärken der Staffel liegen definitiv in der überragenden Leistung von Tatiana Maslany, der Atmosphäre und der Musik. Vieles ist auch meckern auf hohem Niveau, jedoch gibt es doch ein paar schwerwiegende Punkte, weshalb es nicht reicht, um wieder zu alter Stärke zurück zu gelangen. In der Gesamthandlung hat man zu viele Fehler gemacht, wodurch ich die vierte Staffel mit der Dritten gleichsetze.
Wertung: 6/10 Punkte
Labels:
BBC,
Deutsch,
Drama,
German,
Kristian Bruun,
Maria Doyle Kennedy,
Netflix,
Orphan Black,
Orphan Black Staffel 4,
Science-Fiction,
Tatiana Maslany,
Thriller
Sonntag, 31. Juli 2016
MARCELLA Staffel 1 - Kritik (2016)
Nach langer Zeit kann ich endlich wieder mal sagen: Willkommen bei einer neuen Serienkritik! Ich habe mir letztens über Netflix die britische Kriminalserie "Marcella" angesehen und werde Dir heute sagen, ob es sich lohnt mal reinzuschauen. Den Link zum Trailer gibt es hier: http://bit.ly/MarcellaTrailer
Drehbuch: Hans Rosenfeldt
Komponist: Lorne Balfe
Twitter: https://twitter.com/R_wie_Roy
Trivia
Originaltitel: Marcella
Genre: Drama / Krimi / Thriller
Anzahl der Episoden: 8
Laufzeit: ca. 368 Minuten
Produktionsfirmen: ITV / Netflix
Produktionsjahr: 2016
Produktionsland: Vereinigtes Königreich
Erstausstrahlung: 04. April 2016
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Drehbuch: Hans Rosenfeldt
Komponist: Lorne Balfe
Regisseure: Charles Martin, Jonathan Teplitzky, Henrik Georgsson
Kurzinhalt
Vor zwölf beendete Marcella (Anna Friel) ihre Dienste als Kommissarin, damit sie sich mehr um ihre Familie kümmern kann. Doch ihr Mann Jason (Nicholas Pinnock) verlässt sie und ihre beiden gemeinsamen Kinder nach der langen Zeit, da er bereits seit drei Jahren mit Grace Gibson (Maeve Dermody), der Tochter seiner Arbeitgeberin Sylvie (Sinéad Cusack), eine Affäre hat. Aufgrund der Trennung ist Marcella psychisch labil, weshalb sie zu Gewalttaten bereit ist, an denen sie sich aber später nicht mehr erinnern kann. Als eines Tages Detective Rav Sangha (Ray Panthaki) vor ihrer Tür steht, bittet er sie um Unterstützung, da ein Fall, an dem sie bereits im Jahr 2003 arbeitete, wieder neu aufgerollt wird. Schnell wird klar, dass der Mörder wieder da ist.
Marcella - Der Nachfolger von "Die Brücke"?
Nachdem Hans Rosenfeldt im Jahr 2011 mit der skandinavischen Kriminalserie "Die Brücke - Transit in den Tod" eine von den Kritikern hochgelobte Serie herausbrachte, steht sein neues Werk an. Da ich "Die Brücke" noch nicht gesehen habe, wusste ich nicht so recht was mich erwarten würde. Doch wurde ich positiv überrascht. Gleich mit der Anfangsszene, wo Marcella blutverschmiert in der Badewanne saß, hat man mein Interesse geweckt. Und solche Szenen sind für jegliche Medien effektiv, da man somit den Spannungsaufbau einleitet. Denn dadurch fragt sich der Zuschauer gleich von Beginn weg: Warum sitzt sie in der Badewanne? Wie ist das passiert? Wo ist das passiert? Wer war daran beteiligt? Dadurch hat man den Zuschauer an der Leine und ist motiviert dazu weiterzuschauen. Den Spannungsbogen baut man auch in den weiteren Episoden aus, der schlussendlich in den letzten beiden Episoden seinen Höhepunkt findet. Zu verdanken hat man dies der verzwickten Handlung, die von vorne bis hinten durch die ganzen acht Episoden zusammenhängend ist. Die Ermittler der Londoner Polizei versuchen andauernd dem Täter hinter die Schliche zu kommen, der aber kontinuierlich fast fehlerlos vorgeht und es nur eine rare Anzahl an Beweisen gibt. Sollte es aber doch mal dazu kommen, dass Beweise hinterlassen werden, könnten etliche Figuren perfekt ins Schema des Täters passen. Aber auch die Dramaturgie hinter den einzelnen Figuren ist interessant mit anzusehen und somit wird versucht den einzelnen Charakteren Tiefe zu verleihen. Ein guter Punkt sind da auch die Charakterzüge von Marcella. Ihre eifersüchtige, teilweise egoistische aber auch verletzliche Art konnte bei mir über die ganzen acht Episoden hinweg keinerlei bis wenig Sympathien abgewinnen, was meiner Meinung nach aber nicht wichtig ist, da eine Figur nicht sympatisch sein muss, um interessant zu wirken. Hinzu kommt ihre Psyche, die in den Episoden sogar furchterregend inszeniert wurde. Die restlichen Figuren wurden gut bis akzeptabel ausgearbeitet, mitsamt ein paar Ausnahmen, da auch blasse Charaktere vorhanden waren, die aber stets glaubwürdig agierten. Hinzu kommt dass die Wendungen in Marcella größtenteils exzellent durchdacht sind, die aber das ein oder andere Mal vorhersehbar wirken. Auch einige Situationen und Aktionen wirken komplett konstruiert oder fragwürdig. Hervorzuheben ist auch die schauspielerische Leistung der Darsteller. Anna Friel hat ihre Figur einfach unglaublich authentisch auf die Bildschirme gebracht, dessen Rolle ich über die ganze Serie hinweg abkaufen konnte. Ebenfalls ist Harry Lloyd erwähnenswert, den man bereits besonders als Viserys Targaryen aus Game of Thrones kennt. Im technischen Bereich findet man eine lobenswerte Production Value, da man die Serie mit der mindestens 65.000 US-Dollar teuren Sony F65 Kamera in 4K aufgenommen hat. Daraus resultiert ein wunderschönes, skandinavisches aber auch düsteres Set Noir Setting und eine fantastische Kameraarbeit. Gekrönt wird all das mit einem befriedigenden Ende, der den Fall abschließt, aber Material für eine zweite Staffel überlässt, weil nicht alle Fragen geklärt wurden oder man sogar einen neuen Fall aufgreifen könnte.
Fazit
Insgesamt betrachtet ist Marcella nicht unbedingt was Neues, welches das Krimi-Genre revolutioniert, aber nichtsdestotrotz sehenswert ist. Durch den konstanten Spannungsbogen und dem atmosphärischen Set Noir Setting hat es Hans Rosenfeldt erneut geschafft, eine wahnsinnig packende und interessante Krimi-Serie mit dramaturgischen Elementen zu produzieren. Lediglich ein paar Schwächen in der Handlung sind zu finden, die aber allemal verzeihlich sind.
Wertung: 8/10 Punkte
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Sonntag, 1. Mai 2016
GAME OF THRONES Staffel 5 - Kritik (2016)
Herzlich willkommen bei einer neuen Serienkritik. Die erste Folge der sechsten Staffel ist letzte Woche erschienen und ich konnte sie mir zum Glück doch anschauen. Das war auch der Grund, weshalb ich mir mit der Kritik zur fünften Staffel nochmal Zeit gelassen und sogar noch ein zweites Mal vollständig angesehen habe. Aber ich fange mal mit der Kritik an und deshalb gibt es hier den Trailer zur fünften Staffel: https://www.youtube.com/watch?v=F9Bo89m2f6g
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Informationen zur fünften Staffel
Die Erstausstrahlung der fünften Staffel erfolgte am 12. April 2015. Die deutschsprachige Fassung konnte man sich ab dem 27. April 2015 ansehen. In dieser Staffel werden die Handlungsstränge rund um die Bücher "A Feast for Crows" und "A Dance of Dragons" aus der Romanvorlage "Das Lied von Eis und Feuer" erzählt. Die Produktion dieser Staffel begann im Juli 2014 und dauerte bis zum Ende des Jahres. Gedreht wurde hauptsächlich in Nordirland und Kroatien. Island wurde dieses Jahr nur dazu verwendet, um Landschaftsaufnahmen zu machen. Mit Sevilla kam dieses Jahr ein neuer Drehort hinzu, dessen Szenen in den Gärten des Palasts Alcázar gedreht wurden, welche die Wassergärten von Sonnspeer darstellen. Bei den Emmys erhielt Game of Thrones ganze 24 Nominierungen, wovon sie zwölf überreicht bekamen.
Ereignisse aus Staffel 4 und die Handlung der 5. Staffel
Falls du die ersten vier Staffeln noch nicht gesehen hast, empfehle ich dir, diesen Absatz zu überspringen. Von der fünften Staffel verrate ich lediglich den groben Handlungsbogen von manchen Figuren, sowie ich es bereits bei den vorherigen Kritiken getan habe. Somit kennzeichne ich diesen Absatz mit einem SPOILER ALERT!. Entwarnung gibt es am Ende.
Ein weiterer Kontrahent musste sich aus dem Krieg der fünf Könige verabschieden, denn Joffrey Baratheon wurde auf seiner eigenen Hochzeit vergiftet. Als Tatverdächtige gelten Sansa Stark [Sophie Turner] und ihr Ehemann, Tyrion Lannister [Peter Dinklage]. Sansa konnte mithilfe von Petyr Baelish [Aiden Gillen] fliehen und sie begeben sich nun gemeinsam nach Hohenehr, zu ihrer Tante Lysa [Kate Dickie], da Petyr sie heiraten möchte. Währenddessen wurde Tyrion für den Mord an Joffrey vor Gericht gezogen, obwohl er gar nicht der Mörder ist. Beim Götterurteil durch Zweikampf sprang Oberyn Martell für ihn ein, da der Krieger den Cersei [Lena Headey] auswählt, niemand Geringeres als Der Berg alias Gregor Clegane [Hafþór Júlíus Björnsson] ist. Dabei wurde Oberyn Martell auf eine äußerst brutale Weise getötet, und Tyrion wurde zum Tode verurteilt. Jedoch konnte er durch die Hilfe seines Bruders Jaime [Nikolaj Coster-Waldau] und Varys [Conleth Hill] fliehen. Doch bevor er floh, tötete er noch seine Verflossene Shae und seinen Vater. Nach der langen Fahrt auf dem Schiff, kam er schlussendlich in Pentos an und verfolgt mit Varys ein Ziel. Doch kommen wir zum Mord an Joffrey zurück. Die eigentliche Mörderin von Joffrey ist nämlich Olenna Tyrell [Diana Rigg]. Sie vergiftete den König, indem sie einen Stein von Sansas Halskette nahm, worin sich das Gift befand. Damit wurde Tommen Baratheon [Leonard Rosemann] zum neuen König gekrönt. Cersei erhält ein Geschenk, woraufhin sich Jaime und Bronn [Jerome Flynn] auf eine Reise begeben. Stannis [Stephen Dillane] wurde von der Eisernen Bank von Braavos unterstützt und konnte sich so neue Truppen organisieren. Einen Tag nach der Schlacht an der Mauer kam er jenseits des Nordens an und dezimiert direkt die Armee der Wildlinge. Anschließend nehmen sie Manke Rayder [Ciarán Hinds] gefangen und planen in der Schwarzen Festung ihr weiteres Vorgehen. Die Boltons marschieren immer weiter nach Norden, denn Ramsay [Iwan Rheon] konnte mithilfe von Theon [Alfie Allen] die Festung Maidengraben einnehmen und wurde daraufhin von seinem Vater offiziell als ein Bolton legitimiert. Danach ziehen sie weiter nach Winterfell. Nachdem Lysa Arryn von Petyr Baelish ermordet wurde, kamen Sandor Clegane [Rory McCann] und Arya Stark [Maisie Williams] drei Tage nach dem Tod ihrer Tante in Hohenehr an. Dort werden sie abgewiesen und die beiden ziehen weiter. Als die beiden auf Brienne [Gwendoline Christie] und Podrick [Daniel Portman] treffen, unterliegt der Bluthund im Kampf gegen Brienne, woraufhin Arya ihren Kidnapper zum Sterben zurücklässt. Nun befindet sie sich auf der Reise nach Braavos. Dort angekommen, wird sie zum Haus von Schwarz und Weiß gebracht, wo sich die Männer ohne Gesichter befinden. An der Mauer fand eine Schlacht gegen die Wildlinge statt, die die Nachtwache vorerst gewinnen konnte. Dabei erlitten beide Parteien schwere Verluste, vor allem die Wildlinge. Ygritte verstarb in den Händen von Jon [Kit Harington], als sie von Olly [Brenock O'Connor] erschossen wurde. Durch die Dezimierung der Wildlinge kehrt langsam wieder der Alltag in der Schwarzen Festung ein. Bran [Isaac Hempstead-Wright] konnte im Norden die dreiäugige Krähe ausfindig machen, die sich als Brynden Storm, einen Targaryen-Bastard, herausstellt. In Essos konnte Daenerys [Emilia Clarke] auch Meereen einnehmen, wo sie nun regiert. Ihre Drachen wachsen unermüdlich und Daenerys kann sie nicht mehr kontrollieren. Drogon, der größte der drei Drachen, ist nicht mehr auffindbar, doch kommen immer wieder Vorfälle zum Vorschein, welche die Bürger melden. Viserion und Rhaegal sperrt sie angekettet in die Katakomben von Meereen. Ser Barristan [Ian McElhinney] erfuhr von Jorahs [Iain Glen] Spionage, woraufhin er von Daenerys verbannt wurde.
Ende des SPOILER ALERTS!.
Ende des SPOILER ALERTS!.
Gruppierungen
Männer ohne Gesichter
Die Männer ohne Gesichter ist eine Organisation, die sich in Braavos befindet. Ihre Mitglieder sind über Westeros und Essos verstreut. Gerüchten zufolge, sind sie eine Fraktion von Attentäter, die gegen eine hohe Summe morden, aber eine unübertreffbare Sauberkeit bei der Durchführung der Tat besitzen. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich im Haus von Schwarz und Weiß in Braavos, dessen Tempel an den Gott des Todes gerichtet ist. Nebenbei verehren sie ihren Gott, der viele andere Götter vereint, die auch Todeswünsche und ähnliche Gebete annehmen. Das Hauptmerkmal eines Mitglieds ist es, dass sie die Fähigkeit dazu besitzen, eine Gestaltwandlung zu vollführen, indem sie ihre Gesichter verändern können. Die Gilde entstand in einer Sklavenmine von Valyria. Der Gründer dieser Gesellschaft ist unbekannt. In dieser Sklavenmine hörte er sich sämtliche Gebete der Sklaven an und er erkannte, dass sie alle den gleichen Gott anbeten, nämlich den Vielgesichtigen Gott. Daraufhin kam er zum Entschluss, dass er der Diener dieses Gottes sei. Er machte dem resigniertesten Sklaven ein Geschenk.
Die Spatzen
Die Spatzen sind eine religiöse Sekte, deren Religion der Glauben an die Sieben ist. Der Hauptsitz der Spatzen befindet sich in Königsmund. Diese Sekte entstand, weil die Bevölkerung unter dem Krieg der fünf Könige litt. Die Spatzen sind äußerst fanatisch und besitzen ein sehr aggressives Vorgehen gegen Leute, die eine andere Religion angehören oder den Glauben an die Sieben in den Dreck ziehen. Außerdem können sie auch mit Gewalt vorgehen. Sie werden von einem Priester angeführt, der als "Hoher Spatz" bezeichnet wird. Als Beweis ihrer Hingabe zu ihrem Glauben lassen sich manche Anhänger den siebenzackigen Stern auf die Stirn ritzen.
Neue Gefahren steigen auf
Nach dem Ende der vierten Staffel trennen sich für einige Figuren die Wege und schlagen neue Ziele ein. Das Ende enthüllte auch, dass sich manche Figuren ihre Zukunft selbst formen müssen. Als Beispiel nenne ich hier mal Arya Stark oder Jon Schnee. Obwohl man bei Arya immerhin wusste, was sie in Braavos vor hat, konnte man die zukünftige Entwicklung von Jon nicht wirklich voraussehen, vorausgesetzt, man hat die Bücher nicht gelesen. Jedoch wusste man bei Arya auch nicht so recht, was sie dort erwarten wird. Dabei steht diese Staffel im Zeichen der Bedrohung. Die Figuren hatten wohl in dieser Staffel mit einiges zu kämpfen, worin sich manche Figuren nicht so geschickt angestellt haben. Für den Ein oder Anderen wurde es wirklich heikel und manche mussten auch ihr Leben lassen. Unterdessen hatte diese Staffel einen ganz anderen Start hingelegt, als die anderen Staffeln. Dies bestätigt sich gleich mit der ersten Szene der Auftaktepisode. Man sieht die junge Cersei mit einer Freundin, die ein kleines Häuschen im Wald betritt, wo eine Hexe wohnt. Damit baute man den ersten Flashback ein, der noch für die kommenden Staffeln interessant werden könnte. Dabei empfand ich die restliche erste Episode als "ganz okay". In den kommenden Episoden bessert sich dieses Empfinden zwar, doch man muss im Nachhinein sagen, dass der Anfang der fünften Staffel etwas Zäh war. Manche Handlungsstränge zogen sich ein bisschen in die Länge und kamen erst zur Hälfte der Staffel in Fahrt. Ein gutes Beispiel dafür, ist der Handlungsbogen von Sansa. Dieser hat sich ein wenig gezogen, bis man zu einem interessanten Ereignis kam. Die Handlung von Bran Stark wurde überhaupt ausgelassen, was mich ebenfalls etwas Enttäuschte. Der Handlungsstrang rund um Dorne ist nicht so gut erzählt worden, wodurch dieser der schwächste Handlungsbogen der Staffel ist. Das liegt aber nicht unbedingt an der Serie selbst, sondern auch an den Büchern. Ich habe nämlich gehört, dass sich der vierte Teil der Buchreihe etwas in die Länge zog, im deutschen Bereich ist es Band 7 und 8, und dass diese Staffel sich sehr von der Buchvorlage abwandte. Ich hatte zumindest das Gefühl, dass man in dieser Staffel einen nicht so großen Sprung geschafft hatte, wie in den anderen Staffeln. Zu den besseren Handlungssträngen gehören wohl die von Arya, Cersei, Daenerys, Jon und Margaery. Damit konnte man dramaturgisch nur halbwegs mit den vorigen Staffeln mithalten. Dennoch muss ich sagen, dass die Serie spannend bleibt und nichts von ihrer Intriganz und Komplexität verloren hat. Man konnte einige Twists und emotionale Momente, sowie schockierende Szenen mit einbauen. Diese konnten manche Handlungsbögen retten und bei anderen sogar noch einen draufsetzen. Vor allem die Szene in der neunten Folge mit Melisandre [Carice van Houten] hat mich besonders hart getroffen. Ich war zutiefst erschüttert von dieser Szene und hatte mit meinen Tränen zu kämpfen. Außerdem hatte man in dieser Staffel erneut eine Schlacht eingebaut, welche die Schlacht an der Schwarzwasserbucht und an der Mauer nochmal übertraf. Abgerundet wurde diese Staffel mit einem guten Ende. Manche Enden schließen mit einem fiesen Cliffhanger ab, wodurch das Warten auf die nächste Staffel eine Qual wurde. Mit der letzten Szene dieser Staffel wird der Zuschauer mit einem unglaublichen Bild zurückgelassen, das einfach nur schockiert. Man kann also sagen, dass die fünfte Staffel eher gemächlich startet und am Ende wieder Fahrt aufnimmt. Auf die Dialoge hat sich das kaum ausgewirkt, denn diese bleiben stets fantastisch. Vor allem die Dialoge mit dem Hohen Spatz und Jaqen H'ghar wurden ausgezeichnet geschrieben.
Beim technischen Bereich konnte ich zum Glück kaum irgendwelche Schwächen ausfindig machen. Die Kameraarbeit ist wieder makellos umgesetzt worden. Bei den Dialogen hat man wieder gute Perspektiven verwendet und auch die Landschaftsaufnahmen sehen wundervoll aus. Vor allem die Aufnahme, als Tyrion am Strand sitzt, ist einfach wunderschön gemacht worden. Leider konnte ich davon kein Bild finden, welches nicht die Handlung spoilert. Die Lichtverhältnisse wurden erneut toll in Szene gesetzt, die viel zur Atmosphäre und der Darstellung beitrugen. Die Schnitte wurden ebenfalls gut gesetzt, bis auf den Einen in der letzten Folge. Denn genau in dieser Szene hat man so viel Potenzial weggeworfen, das man gut nutzen konnte. Dieser Cut hat auch die Atmosphäre dieser Szene gekillt. Jedoch blieb die fünfte Staffel mit ihrer Atmosphäre und Authentizität auf einem hohen Niveau. Denn die Production Value, womit die Bauten, Kostüme, Dekoration, Accessoires und Waffen gemeint sind, ist erstklassig. Allein für die Folge "Hartheim" haben die Macher das bisher größte Set von Game of Thrones erbauen lassen, obwohl man davon nur ca. 20 Minuten Material in die Staffel einbaute. Damit zeigen Benioff und Weiss, wie viel Herzblut die beiden in die Serie stecken. Auch bei den restlichen Schauplätzen hat man sich wieder Mühe gegeben, die voller Detailreichtum gespickt sind. Mit den computeranimierten Effekten ist man wieder sparsam umgegangen und sind nur eingesetzt worden, wenn es absolut nötig war. Desweiteren glaube ich, dass die CGI-Effekte immer besser werden, wenn man mal sieht, wie toll Drogon aussieht. Die komponierte Musik von Ramin Djawadi war wohl neben der Kameraarbeit und der Production Value das Beste an der ganzen Staffel, da die musikalische Untermalung passend eingesetzt wurde und weiterhin auf erstklassiger Qualität bleibt.
Auch dieses Mal wurde der Cast wieder mit zehn neuen Darstellern aufgestockt. Um mal ein paar Namen zu nennen, wären da wohl Jonathan Pryce (Hoher Spatz), Nell Tiger Free (Myrcella Baratheon), Alexander Siddig (Doran Martell) und DeObia Oparei (Areo Hotah). Vom neu hinzugekommenen Cast macht eigentlich jeder seine Arbeit gut, besonders Jonathan Pryce. Jedoch sind die Darstellerinnen der Sandschlangen grauenvoll. Ihre Figuren werden ziemlich eindimensional und langweilig dargestellt, sodass ich mir wünsche, dass die drei schnellstmöglich wieder von der Bildfläche verschwinden. Ansonsten kann ich vom neuen Cast nicht meckern. Ebenso macht der bisherige Cast eine gute Arbeit, unter anderem Iwan Rheon, Alfie Allen, Kit Harington, Emilia Clarke, Peter Dinklage, Maisie Williams, Nikolaj Coster-Waldau und vor allem Lena Headey stechen dabei heraus. Sie hat in dieser Staffel, meiner Meinung nach, die beste Leistung des bisherigen Casts hervorgerufen. Am meisten an Profil gewonnen, haben in dieser Staffel: Cersei Lannister, Daenerys Targaryen, Hoher Spatz, Jon Schnee, Petyr Baelish, Ramsay Bolton, Sansa Stark, Stannis Baratheon, Theon Graufreud und Tyrion Lannister.
Beim technischen Bereich konnte ich zum Glück kaum irgendwelche Schwächen ausfindig machen. Die Kameraarbeit ist wieder makellos umgesetzt worden. Bei den Dialogen hat man wieder gute Perspektiven verwendet und auch die Landschaftsaufnahmen sehen wundervoll aus. Vor allem die Aufnahme, als Tyrion am Strand sitzt, ist einfach wunderschön gemacht worden. Leider konnte ich davon kein Bild finden, welches nicht die Handlung spoilert. Die Lichtverhältnisse wurden erneut toll in Szene gesetzt, die viel zur Atmosphäre und der Darstellung beitrugen. Die Schnitte wurden ebenfalls gut gesetzt, bis auf den Einen in der letzten Folge. Denn genau in dieser Szene hat man so viel Potenzial weggeworfen, das man gut nutzen konnte. Dieser Cut hat auch die Atmosphäre dieser Szene gekillt. Jedoch blieb die fünfte Staffel mit ihrer Atmosphäre und Authentizität auf einem hohen Niveau. Denn die Production Value, womit die Bauten, Kostüme, Dekoration, Accessoires und Waffen gemeint sind, ist erstklassig. Allein für die Folge "Hartheim" haben die Macher das bisher größte Set von Game of Thrones erbauen lassen, obwohl man davon nur ca. 20 Minuten Material in die Staffel einbaute. Damit zeigen Benioff und Weiss, wie viel Herzblut die beiden in die Serie stecken. Auch bei den restlichen Schauplätzen hat man sich wieder Mühe gegeben, die voller Detailreichtum gespickt sind. Mit den computeranimierten Effekten ist man wieder sparsam umgegangen und sind nur eingesetzt worden, wenn es absolut nötig war. Desweiteren glaube ich, dass die CGI-Effekte immer besser werden, wenn man mal sieht, wie toll Drogon aussieht. Die komponierte Musik von Ramin Djawadi war wohl neben der Kameraarbeit und der Production Value das Beste an der ganzen Staffel, da die musikalische Untermalung passend eingesetzt wurde und weiterhin auf erstklassiger Qualität bleibt.
Auch dieses Mal wurde der Cast wieder mit zehn neuen Darstellern aufgestockt. Um mal ein paar Namen zu nennen, wären da wohl Jonathan Pryce (Hoher Spatz), Nell Tiger Free (Myrcella Baratheon), Alexander Siddig (Doran Martell) und DeObia Oparei (Areo Hotah). Vom neu hinzugekommenen Cast macht eigentlich jeder seine Arbeit gut, besonders Jonathan Pryce. Jedoch sind die Darstellerinnen der Sandschlangen grauenvoll. Ihre Figuren werden ziemlich eindimensional und langweilig dargestellt, sodass ich mir wünsche, dass die drei schnellstmöglich wieder von der Bildfläche verschwinden. Ansonsten kann ich vom neuen Cast nicht meckern. Ebenso macht der bisherige Cast eine gute Arbeit, unter anderem Iwan Rheon, Alfie Allen, Kit Harington, Emilia Clarke, Peter Dinklage, Maisie Williams, Nikolaj Coster-Waldau und vor allem Lena Headey stechen dabei heraus. Sie hat in dieser Staffel, meiner Meinung nach, die beste Leistung des bisherigen Casts hervorgerufen. Am meisten an Profil gewonnen, haben in dieser Staffel: Cersei Lannister, Daenerys Targaryen, Hoher Spatz, Jon Schnee, Petyr Baelish, Ramsay Bolton, Sansa Stark, Stannis Baratheon, Theon Graufreud und Tyrion Lannister.
Fazit
Ja, ich weiß dass ich eigentlich vor hatte, die fünfte Staffel kurz vor der sechsten Staffel zu reviewen, jedoch kam ich nicht ganz dazu. Außerdem will ich mich an dieser Stelle nochmal bei meinem Bruder bedanken, der mir einen SkyGo Zugang zur Verfügung stellte, damit ich mir die sechste Staffel anschauen kann. Aber ich komme mal zum Fazit. Die fünfte Staffel weicht vehement von der Buchvorlage ab und kreiert bei ein paar Figuren eine eigene Geschichte. Die Dramaturgie in dieser Staffel schwächelte enorm, was bei der Handlung deutlich zu spüren war. Es waren einige durchschnittliche Episoden dabei, jedoch konnte man sich mit den Episoden 8, 9 und 10 nochmal fangen. Genauso waren die Episoden 5 und 6 ziemlich stark. Aufgrund der vielen Schwächen in der Handlung, vergebe ich der fünften Staffel enttäuschende 7/10 Punkten. Insgesamt war die fünfte Staffel wohl die schwächste Staffel, worauf ich einige Bedenken auf die sechste Staffel hege. Ich hoffe wirklich, dass man sich mit der sechsten Staffel wieder fängt und diese wieder besser erzählt wird. Das Potenzial ist auf jeden Fall da und man hat ja noch ein bisschen was, was man preisgeben kann. Außerdem habe ich mir überlegt, ob ich Recaps zu den neuen Episoden schreiben möchte. Jedoch fürchte ich, dass ich nicht genug Zeit dafür finde, sodass ich meine anderen Kritiken vernachlässige. Vielleicht doch nächstes Jahr, falls ich dann überhaupt noch schreibe. Um dieser Kritik einen Abschluss zu geben. folgt nun ein Zitat aus der fünften Staffel:
,,Die Mächtigen haben die Machtlosen schon immer ausgebeutet. So sind sie überhaupt erst an ihre Macht gekommen." - Tyrion Lannister
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Samstag, 23. April 2016
GAME OF THRONES Staffel 4 - Kritik (2016)
Herzlich willkommen bei einer neuen Serienkritik! Die sechste Staffel steht kurz bevor, denn sie wird morgen released! Und da ich mich etwas Beeilen muss, kommen jetzt schnell die Kritiken der vierten und fünften Staffel in den nächsten Tagen, da ich mich nicht nicht spoilern möchte, aufgrund der Recherche, die jede meiner Kritiken benötigt. Nun gut, genug erklärt und gerechtfertigt, kommen wir zur Kritik der vierten Staffel. Aber bevor es los geht, wie immer, gibt es hier den Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=xZY43QSx3Fk
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Informationen zur vierten Staffel
Die Erstausstrahlung der vierten Staffel erfolgte am 06. April 2014 in den USA. Bei uns zulande konnte man die vierte Staffel erstmals am 02. Juni 2014 zu Gesicht bekommen. Die Ereignisse dieser Staffel stammen aus dem dritten und vierten Buch der Romanvorlage "Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin, unter dem Titel "A Storm of Swords" und "A Feast for Crows". Die vierte Staffel wurde hauptsächlich in Nordirland gedreht und als weitere bekannte Drehorte waren auch wieder Kroatien und Island dabei. Schottland und Malta kamen hingegen neu hinzu.
Ereignisse aus Staffel 3 und die Handlung der 4. Staffel
Falls du die ersten drei Staffeln noch nicht gesehen hast, empfehle ich dir, diesen Absatz zu überspringen. Von der vierten Staffel verrate ich lediglich den groben Handlungsbogen für manche Figuren, sowie ich es bereits bei den vorherigen Kritiken getan habe. Somit kennzeichne ich diesen Absatz mit einem SPOILER ALERT! Entwarnung gibt es am Ende.
Die Rote Hochzeit ist vorbei und der Schock sitzt tief. Mit Robb Stark verliert Game of Thrones einen weiteren Kontrahenten im Krieg der fünf Könige. Aber nicht nur er musste sein Leben lassen, sondern auch seine Mutter Catelyn. Verraten und betrogen durch die Boltons und Freys, die sich auf die Seite der Lannisters stellten. Aber nicht nur das, auch der Folterer von Theon Graufreud [Alfie Allen] offenbarte sich. Es ist niemand Geringeres als Ramsay Schnee [Iwan Rheon], der Bastardsohn von Roose Bolton [Michael McElhatton]. Dabei war es eine dermaßen geniale Aktion, Theon zu versichern, dass er soweit sicher ist und Ramsay ein Freund von Asha [Gemma Whelan] sei, um ihn anschließend quer durchs Land und schlussendlich wieder dahin zurück zu bringen, wo der ganze Horror für ihn begann. In der vierten Staffel sieht man, dass Theons Geist gebrochen wurde, sein neuer Name "Stinker" lautet und nur noch ein Gefangener von Ramsay ist. Dabei erfahren nun die Boltons, dass Bran [Isaac Hempstead-Wright] und Rickon [Art Parkinson] noch am Leben sind, woraufhin Roose die Suche nach den beiden Starks beauftragt. Währenddessen begibt sich Bran weiterhin nach Norden, der sich in der Gesellschaft von Hodor [Kristian Nairn], Jojen [Thomas Brodie-Sangster] und Meera Reet [Ellie Kendrick] befindet, um dein dreiäugigen Raben zu suchen. Rickon wurde in der dritten Staffel von Bran weggeschickt, damit er und Osha [Natalia Tena] sich bei den Umbers in Sicherheit begeben. Sansa [Sophie Turner] hingegen ist immer noch in Königsmund. In der dritten Staffel hat sie in Margaery Tyrell [Natalie Dormer] eine neue Freundin gefunden, während die Tyrells planen, Sansa und Loras Tyrell [Finn Jones] zu verheiraten. Jedoch kam alles anders, da Tywin [Charles Dance] der Meinung war, dass dies ein Komplott der Tyrells sei und erzwang so eine Hochzeit zwischen Tyrion [Peter Dinklage] und Sansa und Cersei [Lena Headey] und Loras. Margaery hat es in der dritten Staffel geschafft, Joffrey [Jack Gleeson] zu manipulieren. Nun steht auch eine Hochzeit zwischen den beiden bevor. Der Zuseher erkannte in der dritten Staffel ebenfalls, dass nicht Joffrey in Wirklichkeit an der Macht steht, sondern Tywin Lannister. Er war dafür verantwortlich, dass die Hochzeiten erzwungen und die Starks von den eigenen Männern hintergangen wurden. Man merkt auch immer mehr, dass Tywin in einen Konflikt mit Joffrey gerät. Seine Tochter Cersei verlor im Laufe der dritten Staffel immer mehr die Kontrolle über Joffrey, und wie bereits erwähnt, solle sie Loras Tyrell heiraten. Für Tyrion sieht es auch nicht viel besser aus. Nachdem ihm nicht die gewollte Dankbarkeit für die Rettung der Stadt geschenkt wurde, bekam er nun den Rang als Meister der Münze von seinem Vater zugesprochen, und musste Sansa Stark heiraten. Aber wenn es für jemanden am schlimmsten aussieht, dann für seinen Bruder Jaime Lannister [Nikolaj Coster-Waldau]. Er wurde während eines Zweikampfs mit Brienne [Gwendoline Christie] von ein paar Gefolgsleuten der Boltons, mitsamt ihr, gefangen genommen. Als sie kurz davor waren, Brienne zu vergewaltigen, erzählte Jaime eine Lüge über den Herkunftsort von Brienne und bezahlte stattdessen mit seiner rechten Hand. Außerdem rettet er erneut Briennes Leben, als sie gegen einen Bären kämpfte. Am Ende der Staffel begibt er sich mit ihr zurück nach Königsmund. Dort trainiert er nun mit Bronn [Jerome Flynn], um wieder in den Diensten der Königsgarde einzutreten. Arya [Maisie Williams] wurde von der Bruderschaft ohne Banner aufgegriffen und begegnete dort auch Melisandre [Carice van Houten], die Gendry [Joe Dempsie] mitgenommen hat. Allmählich muss sie sich von all ihren Freunden verabschieden. da sie durch den Bluthund [Rory McCann] erkannt wurde und weiterhin gefangen gehalten wird. Während eines Zeitpunkts, wo alle unaufmerksam waren, ergriff sie die Flucht und rannte genau Sandor Clegane in die Hände. Dieser wollte Arya zu ihrer Familie zurückbringen, aber da sie nun tot sind, plant er den Tausch für Arya bei Hohenehr. Stannis [Stephen Dillane] bekam von Melisandre Gendry geschenkt, den er eigentlich opfern wollte, aber von Ser Davos [Liam Cunningham] befreit und zur Flucht verholfen wurde. Er erteilte ihm die Todesstrafe, woraufhin Davos eine Nachricht der Nachtwache vorlegte und durch Melisandre vorerst begnadigt wurde. Da Stannis aber keine Truppen mehr besitzt, versucht er jetzt mit der Eisernen Bank zu verhandeln. Um Jons [Kit Harington] Leben sieht es nicht gut aus, da er während der Flucht vor den Wildlingen ein paar Pfeile von Ygritte [Rose Leslie] abbekommt. Als er seine Verletzungen überlebte, teilt er den Anwesenden mit, was die Wildlinge vor haben. Als Daenerys [Emilia Clarke] in Astapor nur knapp mit ihrem Leben entkam und von Ser Barristan [Ian McElhinney] gerettet wurde, befreite sie Astapor und Yunkai, und hat somit eine Armee von 10.000 Soldaten. Auf dem Weg nach Meereen nähert sie sich immer mehr Daario Naharis [Michiel Huisman], und will auch diese Stadt befreien.
Ende des SPOILER ALERTS!
Ende des SPOILER ALERTS!
Adelsfamilie
Haus Martell
Das Haus Martell ist eines der größten Häuser von Westeros. Die Familie Martell herrscht über Dorne, die südlichste Region von ganz Westeros. Ihr Hauptsitz befindet sich in Sonnspeer, mit Prinz Doran Martell als Oberhaupt der Familie. Ihr Wappen zeigt eine rote Sonne, die von einem goldenen Speer durchbohrt ist, auf rotem Hintergrund. Ihr Leitspruch lautet ,,Ungebeugt, Ungezähmt, Ungebrochen". Seit Roberts Rebellion verfolgen die Martells eine eigene Politik, während sie sich nicht in die Angelegenheiten der Sieben Königslande einmischen. Die Gründer des Hauses sind Mors Martell und Nymeria Targaryen. Beide heirateten und vereinten ihre Streitmächte. Durch ihre Macht, eroberten sie Dorne in Nymerias Krieg. Um die Eroberung von Dorne darzustellen, wurde der goldene Speer der Martells und die rote Sonne der Targaryens kombiniert, wodurch das heutige Wappen der Martells entstand. Dabei ist das Haus Martell eine ganz besondere Familie. Sie wurden noch nie durch Gewalteinwirkung dauerhaft unterworfen. Etwa dreihundert Jahre zuvor, während der Eroberungskriege, war Dorne die einzige Region, die nicht von Aegon Targaryen erobert wurde. Das trockene Klima von Dorne stellte sich dabei als nützlichen Vorteil für die Martells heraus. Denn damit erschwerte man die Eroberung der Region. Schlussendlich sah Aegon Targaryen ein, dass es keinen Sinn machen würde, weiterhin gegen Dorne anzukämpfen. Ein halbes Jahrhundert später, wagte Daeron I. Targaryen einen erneuten Versuch, Dorne zu erobern. Tatsächlich gelang ihm die Eroberung, jedoch kam es in den Folgejahren zu diversen Unruhen in Dorne. Lyonel Tyrell, der Verantwortliche für Dorne, wurde ermordet und die Region begann eine Rebellion. Daeron Targaryen wurde beim Versuch die Rebellion niederzuschlagen getötet, woraufhin die Martells nach vier Jahren Dorne wieder unabhängig machten. Ein Jahrhundert vor der Handlung von Game of Thrones, schaffte es Daeron II. Targaryen, Dorne mit den sieben Königslanden zu vereinen. Dieser Versuch glückte, weil Daeron ein freiwilliges Ehebündnis mit der Schwester des Fürsten von Dorne einging.
Der Konflikt unter den Familien
Mit dem Ende der dritten Staffel hatte man den Zuseher mit einem Schock zurückgelassen. In der finalen Folge der dritten Staffel wurden die Figuren in eine Ausgangsposition gebracht, die die meisten Konflikte und Handlungsstränge zu Ende erzählt haben, damit der Platz für neue Konflikte da ist. Und mein Gott, was war das für eine Staffel, vom narrativen und schauspielerischen Punkt aus gesehen. Während die erste Folge bereits einen Konflikt im Hause Lannister zeigt, Michiel Huisman den neuen Daario Naharis darstellt und mit Oberyn Martell [Pedro Pascal] eine neue Figur eingeführt wird, verläuft die Auftaktepisode doch sehr ruhig. Aber was Benioff und Weiss mit dieser Staffel anders machen, ist, dass sie nicht wie sonst, auf einen ruhigen Aufbau der Geschichte setzen, der sich langsam zum Höhepunkt zuspitzt, sondern dass diese Staffel mit einem überraschenden Ereignis beginnt. Genau dieser Handlungsstrang verläuft durch die ganze Staffel, der am Ende mitsamt der restlichen Ereignisse in ein unglaubliches Finale mündet. Dabei haben wohl Daenerys, Jaime, Oberyn Martell, Sansa und Tyrion die interessantesten Handlungsstränge. Die Handlungen erweisen sich damit erneut als spannend, intrigant, komplex und vielseitig. Da der Beginn dieser Staffel eine komplett andere Richtung einschlägt, verändert sich auch der Spannungsbogen massiv. Die Spannung war bei der neunten Folge der dritten Staffel auf dem Höhepunkt angelangt, der anschließend in der zehnten Episode wieder sank, aber trotzdem noch auf einem hohen Niveau blieb. Die vierte Staffel nahm mit der Auftaktepisode diese Spannung wieder auf, die aber dieses Mal rasant anstieg und sich über die ganze Staffel auf einem konstanten Niveau befindet. Mit "Spannung sinkt", meine ich aber nicht, dass es langweilig wird, im Gegenteil, es bleibt hochinteressant. Und als wäre das nicht schon genug, die fantastischen Dialoge der Serie setzen noch einen oben drauf.
Hier kann ich eigentlich wieder nichts dagegen aussetzten. Die Kameraarbeit und der Schnitt sind wie immer auf erstklassigem Niveau. Vor allem in dieser Staffel konnte man wundervolle Bilder auffangen. Nicht nur bei den Landschaften, sondern auch die Perspektiven und Schnitte während den Dialogen wurden hervorragend gewählt. Mit den CGI-Effekten wurde wieder sparsam umgegangen, da man bei manchen Aufnahmen wirklich ohne, oder vielleicht zum Teil, computeranimierte Effekte ausgekommen war (der Riese auf dem Mammut!). Die Darstellung der Drachen sind ebenfalls äußerst gelungen. Atmosphärisch ist Game of Thrones weiterhin ganz große Klasse. Nicht nur durch die Darstellung des Mittelalters, sondern auch das Licht (künstlich, sowie natürlich), als auch die musikalische Untermalung ist einfach grandios. Die Belichtungsverhältnisse sind während den Dialogen oder Außenaufnahmen passend in Szene gesetzt worden und erschaffen dadurch wundervolle Bilder. Erstmals konnte ich durch die Extras der vierten Staffel in Erfahrung bringen, dass die Schauspieler ihren Kampfstil/den Schwertkampf trainieren, wodurch das ganze Szenario noch authentischer wirkt. Die Schauplätze sind wieder mit Mühe ausgesucht und dekoriert worden, was eine detailreiche Präsentation voraussetzt. Kombiniert mit der Production Value von Game of Thrones, womit die Bauten, Kostüme, Dekorationen, Accessoires und Waffen gemeint waren, kommt man zum Ergebnis, dass Game of Thrones wohl die aufwendigste Serie der Welt ist. Aber bevor ich zum Sound komme, will ich nochmal schnell hinzufügen, dass weder die Handlung, noch das Bild, geschweige denn, die schauspielerischen Leistungen das Wichtigste an einem Bewegtbild-Material ist, sondern die audiovisuelle Darstellung. Denn wenn man noch die Musik hinzufügt, kommt ein tolles Mittelalter-Feeling auf. Aber bleiben wir doch gleich dabei. Die Soundtracks von Ramin Djawadi sind mit Abstand die Besten im Mittelalter-Genre, wenn ich Herr der Ringe jetzt mal außen vorlasse.
Mit zehn neuen Darstellern wurde der Cast aufgestockt. Um ein paar davon zu nennen, sind folgende neu dabei: Pedro Pascal (Oberyn Martell), Brenock O' Connor (Olly), Indira Varma (Elleria Sand), Roger Ashton-Griffiths (Maes Tyrell) und Michiel Huisman (der nun fortan Daario Naharis darstellen wird). Dabei machen alle ihre Arbeit gut, besonders Pedro Pascal, der Oberyn toll darstellt. Auch der restliche, bisherige Cast macht weiterhin einen tollen Eindruck. Obwohl Lena Headey, Jack Gleeson, Emilia Clarke, Kit Harington, Nikolaj Coster-Waldau, Charles Dance, Iwan Rheon, Alfie Allen und Maisie Williams ihre Rolle einfach grandios spielen, stellt wohl Peter Dinklage in dieser Staffel alle in den Schatten. Was er, Lena Headey, Charles Dance und Nikolaj Coster-Waldau in der zweiten Hälfte der sechsten Folge da auf die Beine stellen, ist einfach nur ÜBERRAGEND! Beigelegt zu dieser Szene wird ein hinreißendes Mienenspiel, in welchem man richtig gut erkennen kann, welche Emotionen in diese Szene gesteckt wurden. Dabei schafft es Peter, dass er die letzten drei Minuten dieser Episode voller Überzeugung spielt, ohne ins Overacting zu geraten. Währenddessen wurde diese letzte Szene mit dem Lied "Der Regen von Castamaer" unterlegt, was einen unglaublichen Gänsehaut-Moment zufolge hat. Die zweite Hälfte dieser Folge zeigt wohl, dass man nicht unbedingt CGI-Effekte benötigt, um eine epische Szene darzustellen. Aber ich habe nun genug geschwärmt. Die Figuren entwickeln sich allesamt weiter und gewinnen enorm an Profil, die dadurch noch interessanter wirken, was sie ohne hin schon sind. Besonders bei Arya Stark, Bronn, Cersei Lannister, Daenerys Targaryen, Jaime Lannister, Jon Schnee, Sansa Stark, Theon Graufreud, Tyrion Lannister, Tywin Lannister und Ygritte bemerkt man die Charakterzeichnung.
Hier kann ich eigentlich wieder nichts dagegen aussetzten. Die Kameraarbeit und der Schnitt sind wie immer auf erstklassigem Niveau. Vor allem in dieser Staffel konnte man wundervolle Bilder auffangen. Nicht nur bei den Landschaften, sondern auch die Perspektiven und Schnitte während den Dialogen wurden hervorragend gewählt. Mit den CGI-Effekten wurde wieder sparsam umgegangen, da man bei manchen Aufnahmen wirklich ohne, oder vielleicht zum Teil, computeranimierte Effekte ausgekommen war (der Riese auf dem Mammut!). Die Darstellung der Drachen sind ebenfalls äußerst gelungen. Atmosphärisch ist Game of Thrones weiterhin ganz große Klasse. Nicht nur durch die Darstellung des Mittelalters, sondern auch das Licht (künstlich, sowie natürlich), als auch die musikalische Untermalung ist einfach grandios. Die Belichtungsverhältnisse sind während den Dialogen oder Außenaufnahmen passend in Szene gesetzt worden und erschaffen dadurch wundervolle Bilder. Erstmals konnte ich durch die Extras der vierten Staffel in Erfahrung bringen, dass die Schauspieler ihren Kampfstil/den Schwertkampf trainieren, wodurch das ganze Szenario noch authentischer wirkt. Die Schauplätze sind wieder mit Mühe ausgesucht und dekoriert worden, was eine detailreiche Präsentation voraussetzt. Kombiniert mit der Production Value von Game of Thrones, womit die Bauten, Kostüme, Dekorationen, Accessoires und Waffen gemeint waren, kommt man zum Ergebnis, dass Game of Thrones wohl die aufwendigste Serie der Welt ist. Aber bevor ich zum Sound komme, will ich nochmal schnell hinzufügen, dass weder die Handlung, noch das Bild, geschweige denn, die schauspielerischen Leistungen das Wichtigste an einem Bewegtbild-Material ist, sondern die audiovisuelle Darstellung. Denn wenn man noch die Musik hinzufügt, kommt ein tolles Mittelalter-Feeling auf. Aber bleiben wir doch gleich dabei. Die Soundtracks von Ramin Djawadi sind mit Abstand die Besten im Mittelalter-Genre, wenn ich Herr der Ringe jetzt mal außen vorlasse.
Mit zehn neuen Darstellern wurde der Cast aufgestockt. Um ein paar davon zu nennen, sind folgende neu dabei: Pedro Pascal (Oberyn Martell), Brenock O' Connor (Olly), Indira Varma (Elleria Sand), Roger Ashton-Griffiths (Maes Tyrell) und Michiel Huisman (der nun fortan Daario Naharis darstellen wird). Dabei machen alle ihre Arbeit gut, besonders Pedro Pascal, der Oberyn toll darstellt. Auch der restliche, bisherige Cast macht weiterhin einen tollen Eindruck. Obwohl Lena Headey, Jack Gleeson, Emilia Clarke, Kit Harington, Nikolaj Coster-Waldau, Charles Dance, Iwan Rheon, Alfie Allen und Maisie Williams ihre Rolle einfach grandios spielen, stellt wohl Peter Dinklage in dieser Staffel alle in den Schatten. Was er, Lena Headey, Charles Dance und Nikolaj Coster-Waldau in der zweiten Hälfte der sechsten Folge da auf die Beine stellen, ist einfach nur ÜBERRAGEND! Beigelegt zu dieser Szene wird ein hinreißendes Mienenspiel, in welchem man richtig gut erkennen kann, welche Emotionen in diese Szene gesteckt wurden. Dabei schafft es Peter, dass er die letzten drei Minuten dieser Episode voller Überzeugung spielt, ohne ins Overacting zu geraten. Währenddessen wurde diese letzte Szene mit dem Lied "Der Regen von Castamaer" unterlegt, was einen unglaublichen Gänsehaut-Moment zufolge hat. Die zweite Hälfte dieser Folge zeigt wohl, dass man nicht unbedingt CGI-Effekte benötigt, um eine epische Szene darzustellen. Aber ich habe nun genug geschwärmt. Die Figuren entwickeln sich allesamt weiter und gewinnen enorm an Profil, die dadurch noch interessanter wirken, was sie ohne hin schon sind. Besonders bei Arya Stark, Bronn, Cersei Lannister, Daenerys Targaryen, Jaime Lannister, Jon Schnee, Sansa Stark, Theon Graufreud, Tyrion Lannister, Tywin Lannister und Ygritte bemerkt man die Charakterzeichnung.
Fazit
Die vierte Staffel weicht von ihren bisherigen Gewohnheiten ab und beginnt den Handlungsbogen, sowie den Spannungsaufbau komplett anders. Die Dramaturgie verschärfte sich in dieser Staffel nochmal enorm, was die Handlung noch fesselnder gestaltet. Auch beim Schauspiel übertrifft diese Staffel nochmal alles bisherige und ist damit wohl die beste Staffel von allen. Die besten Episoden dieser Staffel waren meiner Meinung nach Episode 2, 6, 8 und 10. Außerdem kam mit der vierten Staffel wieder eine Schlachtszene hinzu, die ich insgesamt als sehr gut empfand, aber in der Dramaturgie etwas Schwächelte. Deswegen gebe ich der vierten Staffel von Game of Thrones erneut 10/10 Punkten, dessen Wertung mehr als gerecht ist. Insgesamt etablierte sich diese Staffel in meiner Hinsicht nach, als die beste Staffel von allen. Erneut beende ich diese Kritik mit einem Zitat, welches aus der vierten Staffel stammt.
,,Die Welt ist groß und wunderschön. Die meisten von uns leben und sterben in derselben Ecke, in der sie geboren wurden und kriegen nie etwas davon zu sehen. Ich will nicht wie die meisten von uns sein." - Oberyn Martell
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Sonntag, 17. April 2016
GAME OF THRONES Staffel 3 - Kritik (2016)
Herzlich willkommen bei einer neuen Serienkritik! Es geht weiter mit der Erfolgs-Fantasy-Serie: Game of Thrones! Dieses Mal widme ich mich der dritten Staffel. Aber bevor es losgeht, wie immer gibt es hier den Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=wBtkdje5OfY
Haus Bolton
Das Haus Bolton ist eines der größten Häuser von Westeros. Ihre Ländereien befinden sich im Nordosten. Ihr Hauptsitz ist die Burg Grauenstein mit dem Oberhaupt der Familie, Roose Bolton [Michael McElhatton]. Das Wappen der Boltons zeigt einen gehäuteten Mann, der kopfüber an einem weißen Andreaskreuz angebracht ist, auf dunkelblauem Hintergrund. Die Leitsprüche der Familie Bolton lauten ,,Unsere Klingen sind scharf" und "Ein nackter Mann hat wenig Geheimnisse, ein Gehäuteter hat keine". Ihre Geschichte reicht mindestens bis in das Zeitalter der Helden zurück. Gemeinsam mit den Starks hegten sie eine erbitterte Feindschaft, die über Jahrhunderte anhielt. Dabei töteten sie mehrere Starks, und laut Gerüchten zufolge, gingen sie sogar so weit, dass sie die Haut der getöteten Starks als Trophäen und Umhänge nutzten. Schlussendlich verloren die Boltons und schlossen ein Bündnis mit den Starks, die als Zeichen ihrer Treue verlangten, dass sie das Häuten aufgaben. Trotz ihres Bündnisses, blieben die Boltons die zweitstärkste Familie im Norden. Jedoch wurde das Häuten erst Jahrhunderte später von Eddard Stark verboten.
Haus Frey
Das Haus Frey ist eines der kleinen Häuser der Flusslande und ein Vasall des Hauses Tully. Das Oberhaupt der Familie ist Walder Frey [David Bradley] mit seinen 29 Kindern. Ihr Sitz sind die Zwillinge, dessen Bauwerk mit zwei Burgtürmen an den Ufern des Grünen Arms und einer Brücke, die über den Trident liegt, verbunden sind. Das Wappen der Familie zeigt zwei graue Türme, durch eine Brücke verbunden, auf dunkelgrauem Grund, über dunkelblauem Wasser. Der Gründer der Freys lebte vor etwa 600 Jahren. Als er auf eine Karte schaute, erkannte er, dass der Trident das Land durchtrennt und dass der Norden vom Süden abgeschnitten ist. Diese Flussverbindung sollte den Besitzer enormen Reichtum einbringen und baute deshalb eine Brücke über den Fluss, dessen Bau drei Generationen andauerte. Sie gehörten zu den Vasallen der Tullys. Allerdings war das Verhältnis zwischen den beiden Familien immer schon gespannt. Seit der Schlacht am Trident wird Lord Frey von den Tullys als der ,,späte Lord" bezeichnet. Denn er kam mit seinen Männern am Schlachtfeld an, als die Schlacht schon längst entschieden war.
Haus Tyrell
Das Haus Tyrell ist eines der größten Häuser von Westeros. Dabei herrschen sie über die Weite, die eine riesige und fruchtbare Region ist und sich im Südwesten des Kontinents befindet. Ihr Stammsitz befindet sich in Rosengarten. Das derzeitige Oberhaupt der Familie ist Lord Maes Tyrell [Roger Ashton-Griffiths]. Seine Kinder sind Loras Tyrell [Finn Jones], welcher sein zukünftiger Erbe und der Ritter der Rosen ist und Margaery Tyrell, die mit Renly Baratheon verheiratet war. Ihr Wappen ist eine goldene Rose auf grünem Hintergrund, und ihr Leitspruch lautet ,,Kräftig wachsen". Durch die Steuern der Bürger generieren die Tyrells einen immensen Reichtum, die dadurch eine Armee von 100.000 Mann ausrüsten und versorgen können. Damit besitzen sie die größte Armee in ganz Westeros. Doch wie wurde das Haus gegründet? Die Familie entsprang einst aus einem Seitenzweig der Familie Gärtner, die davor über die Weite regiert haben. Sie dienten den Königen, wodurch sie ein hohes Ansehen erlangt haben und zu eines der größten Häuser von Weite aufstiegen. Sie wurden mit der königlichen Familie verheiratet, aber auch mit anderen mächtigen Häusern in Westeros. Nachdem König Mern IX Gärtner während der Eroberungskriege verstarb, übergab Merns Kämmerer Harlen Tyrell die Festung Rosengarten an Aegon Targaryen. Als Dank dafür belohnte Aegon Harlen, indem er ihn zum Lord von Rosengarten und obersten Herrn der Weite ernannte. Die Tyrells bemühen sich eine gerechte Herrschaft auszuüben, weshalb ihre Feinde denken, dass sie stets dem ehrenvollen Verhalten verpflichtet sind. Denn die Tyrells verfolgen eine interessante Strategie, indem sie sich für die Seite entscheiden, die am wahrscheinlichsten gewinnen wird. Während Roberts Rebellion blieben die Tyrells den Targaryens treu, da Robert nur ein Rebell war. Robert konnte nur eine Niederlage verzeichnen, die durch die Truppen der Tyrells zugefügt wurde. Nach dem Tod von Aerys II. Targaryen unterwarfen sich die Tyrells kampflos und schworen Robert Baratheon die Treue.
Die Unbefleckten
Die Unbefleckten sind Sklavenkämpfer, die in der Sklavenbucht in Astapor ausgebildet werden. Sie gehören zu den stärksten und treusten Soldaten in Essos. Dabei sind sie der Treue verpflichtet und machen alles, was der Meister ihnen sagt. Wenn sie ihre Ausbildung beginnen, müssen sie ihre Namen ablegen und erhalten anschließend neue, die sie daran erinnern, wer sie sind. Ein Hauptbestandteil der Ausbildung ist, dass der Auszubildende ein Jahr lang einen Hund erziehen und ihn danach töten muss. Die Kastration gehört auch dazu, damit das sexuelle Verlangen unterdrückt wird. Außerdem müssen sie ein Neugeborenes vor den Augen der Mutter töten. Als Entschädigung gibt es eine Silbermünze für den Besitzer des Kindes. Ein Hauptmerkmal eines Unbefleckten ist, dass sie einen großen Widerstand gegen Schmerzen haben, der den Anschein macht, dass sie komplett immun gegen Schmerzen sind. Besondere Stärken der Unbefleckten sind: Kurzspeere während der Phalanx-Taktik und Kurzschwerter im Kampf Mann gegen Mann. Das Anlegen und Ausrüsten des Unbefleckten gehört auch zum Training, was aber beim Kauf eines Unbefleckten nicht inbegriffen ist. Die ausgebildeten Unbefleckten sind daran erkennbar, dass sie einen Kupferhelm mit einer langen Spitze tragen.
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Informationen zur dritten Staffel
Die Erstausstrahlung der dritten Staffel erfolge am 31. März 2013 in den USA. Die deutschsprachige Fassung konnte man erstmals am 19. Mai 2013 auf dem Sender "Sky Atlantic HD" sehen. Dabei werden die Ereignisse dieser Staffel aus dem dritten Buch der Romanvorlage "Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin entnommen, mit dem Titel "A Storm of Swords". Jedoch war der Inhalt dieses Buches so groß, dass man die Ereignisse auf die dritte und vierte Staffel aufteilte. Wie auch zuvor wurde die dritte Staffel in Nordirland, Kroatien und Island gedreht, jedoch kam Marokko als neuer Drehort hinzu. Mit der dritten Staffel von Game of Thrones ergatterte man 17 Nominierungen bei den Emmys, gewann aber nur 2 Preise. Erneut bekam Game of Thrones mit der dritten Staffel die Altersfreigabe FSK ab 16.
Ereignisse aus Staffel 2 und die Handlung der 3. Staffel
Falls du die ersten beiden Staffeln noch nicht gesehen hast, empfehle ich dir diesen Absatz zu überspringen. Von der dritten Staffel verrate ich lediglich den groben Handlungsbogen für manche Figuren, sowie ich es bereits bei der Kritik der ersten und zweiten Staffel getan habe. Somit kennzeichne ich diesen Absatz mit einem SPOILER ALERT! Entwarnung gibt es am Ende.
Die atemberaubende Schlacht am Schwarzwasser ist zu Ende und Stannis Baratheon [Stephen Dillane] wurde geschlagen. Nachdem Stannis nach Drachenstein floh und seine Truppen besiegt waren, konfrontiert er Melisandre [Carice van Houten] mit der Niederlage. Jedoch gewann sie mit einer Vision im Feuer sein Vertrauen zurück. Nun begibt sie sich auf die Reise, damit Stannis doch noch eine Chance auf den Thron hat. Tyrion [Peter Dinklage] wurde in der Schlacht schwer verletzt und erholt sich wieder. Er wurde in der Schlacht von seinem Knappen Podrick Payn [Daniel Portman] gerettet, nachdem Joffrey [Jack Gleeson] einen Soldat der Königsgarde den Auftrag gab, seinen Onkel in der Schlacht zu ermorden, tötete er diesen. Dabei schmückt jetzt eine lange Narbe sein Gesicht. Jedenfalls übernahm nun sein Vater seinen Posten als Hand des Königs, während Tyrion in schäbigen Gemächern lebt. Dabei bekommt er während der Abwesenheit von Petyr Baelish [Aiden Gillen] den Rang als Meister der Münze zugesprochen. Seine Schwester Cersei [Lena Headey] wurde noch kurz vor einem Selbstmord mit ihren Kindern gerettet und bemerkt, wie ihr Einfluss auf Joffrey langsam schwindet. Joffrey hingegen veranlasst nach dem Sieg über Königsmund eine Ansprache, wo er Tywin [Charles Dance] als Retter der Stadt ernennt und die Verlobung mit Sansa [Sophie Turner] auflöst, weil Margaery Tyrell [Natalie Dormer] nach dem Tod von Renly Joffrey heiraten möchte. Sansas Schwester, Arya [Maisie Williams], konnte gemeinsam mit ihren Freunden aus Harrenhal, mithilfe von Jaqen H'gar [Tom Wlaschiha], fliehen und machen sich nun auf dem Weg nach Schnellwasser, um zu ihrer Familie zurückzukehren. Während Robb Stark [Richard Madden] sich weiterhin im Krieg befindet, ist seine Mutter Catelyn [Michelle Fairley] nur noch eine Gefangene, weil sie den Königsmörder Jaime Lannister [Nikolaj Coster-Waldau] freigelassen hat. Jaime wird von Brienne [Gwendoline Christie] begleitet, da sie den Auftrag von Catelyn bekam, ihn wieder zurück nach Königsmund zu bringen, da er ihr versprach, dass er ihre Töchter wieder zurückbringt. Theon Graufreud [Alfie Allen] hat ja im Laufe der zweiten Staffel Winterfell erobert und wurde von seinen eigenen Männern verraten. Als Folge des Angriffs wird er nun von den Boltons gefoltert. Die beiden Stark-Jungen, Bran [Isaac Hempstead-Wright] und Rickon [Art Parkinson], konnten gemeinsam mit Hodor [Kristian Nairn] und Osha [Natalia Tena] aus Winterfell flüchten und begeben sich nun nach Norden, um dort bei Jon Schutz zu suchen. Daenerys Targaryen [Emilia Clarke] hat Qarth verlassen und reist mit ihrem Gefolge zur Sklavenbucht nach Astapor. Jon Schnee [Kit Harington] befindet sich im Wildlingslager und geht als Wildling mit ihnen nach Süden. Erstmals offenbarte sich am Ende der letzten Folge von Staffel 2 der Ernst der Lage, da man sehen konnte, welch' eine große Armee die Weißen Wanderer bereits besitzen.
Ende des SPOILER ALERTS!
Adelsfamilien und Gruppierungen
Haus Bolton
Das Haus Bolton ist eines der größten Häuser von Westeros. Ihre Ländereien befinden sich im Nordosten. Ihr Hauptsitz ist die Burg Grauenstein mit dem Oberhaupt der Familie, Roose Bolton [Michael McElhatton]. Das Wappen der Boltons zeigt einen gehäuteten Mann, der kopfüber an einem weißen Andreaskreuz angebracht ist, auf dunkelblauem Hintergrund. Die Leitsprüche der Familie Bolton lauten ,,Unsere Klingen sind scharf" und "Ein nackter Mann hat wenig Geheimnisse, ein Gehäuteter hat keine". Ihre Geschichte reicht mindestens bis in das Zeitalter der Helden zurück. Gemeinsam mit den Starks hegten sie eine erbitterte Feindschaft, die über Jahrhunderte anhielt. Dabei töteten sie mehrere Starks, und laut Gerüchten zufolge, gingen sie sogar so weit, dass sie die Haut der getöteten Starks als Trophäen und Umhänge nutzten. Schlussendlich verloren die Boltons und schlossen ein Bündnis mit den Starks, die als Zeichen ihrer Treue verlangten, dass sie das Häuten aufgaben. Trotz ihres Bündnisses, blieben die Boltons die zweitstärkste Familie im Norden. Jedoch wurde das Häuten erst Jahrhunderte später von Eddard Stark verboten.
Das Haus Frey ist eines der kleinen Häuser der Flusslande und ein Vasall des Hauses Tully. Das Oberhaupt der Familie ist Walder Frey [David Bradley] mit seinen 29 Kindern. Ihr Sitz sind die Zwillinge, dessen Bauwerk mit zwei Burgtürmen an den Ufern des Grünen Arms und einer Brücke, die über den Trident liegt, verbunden sind. Das Wappen der Familie zeigt zwei graue Türme, durch eine Brücke verbunden, auf dunkelgrauem Grund, über dunkelblauem Wasser. Der Gründer der Freys lebte vor etwa 600 Jahren. Als er auf eine Karte schaute, erkannte er, dass der Trident das Land durchtrennt und dass der Norden vom Süden abgeschnitten ist. Diese Flussverbindung sollte den Besitzer enormen Reichtum einbringen und baute deshalb eine Brücke über den Fluss, dessen Bau drei Generationen andauerte. Sie gehörten zu den Vasallen der Tullys. Allerdings war das Verhältnis zwischen den beiden Familien immer schon gespannt. Seit der Schlacht am Trident wird Lord Frey von den Tullys als der ,,späte Lord" bezeichnet. Denn er kam mit seinen Männern am Schlachtfeld an, als die Schlacht schon längst entschieden war.
Haus Tyrell
Das Haus Tyrell ist eines der größten Häuser von Westeros. Dabei herrschen sie über die Weite, die eine riesige und fruchtbare Region ist und sich im Südwesten des Kontinents befindet. Ihr Stammsitz befindet sich in Rosengarten. Das derzeitige Oberhaupt der Familie ist Lord Maes Tyrell [Roger Ashton-Griffiths]. Seine Kinder sind Loras Tyrell [Finn Jones], welcher sein zukünftiger Erbe und der Ritter der Rosen ist und Margaery Tyrell, die mit Renly Baratheon verheiratet war. Ihr Wappen ist eine goldene Rose auf grünem Hintergrund, und ihr Leitspruch lautet ,,Kräftig wachsen". Durch die Steuern der Bürger generieren die Tyrells einen immensen Reichtum, die dadurch eine Armee von 100.000 Mann ausrüsten und versorgen können. Damit besitzen sie die größte Armee in ganz Westeros. Doch wie wurde das Haus gegründet? Die Familie entsprang einst aus einem Seitenzweig der Familie Gärtner, die davor über die Weite regiert haben. Sie dienten den Königen, wodurch sie ein hohes Ansehen erlangt haben und zu eines der größten Häuser von Weite aufstiegen. Sie wurden mit der königlichen Familie verheiratet, aber auch mit anderen mächtigen Häusern in Westeros. Nachdem König Mern IX Gärtner während der Eroberungskriege verstarb, übergab Merns Kämmerer Harlen Tyrell die Festung Rosengarten an Aegon Targaryen. Als Dank dafür belohnte Aegon Harlen, indem er ihn zum Lord von Rosengarten und obersten Herrn der Weite ernannte. Die Tyrells bemühen sich eine gerechte Herrschaft auszuüben, weshalb ihre Feinde denken, dass sie stets dem ehrenvollen Verhalten verpflichtet sind. Denn die Tyrells verfolgen eine interessante Strategie, indem sie sich für die Seite entscheiden, die am wahrscheinlichsten gewinnen wird. Während Roberts Rebellion blieben die Tyrells den Targaryens treu, da Robert nur ein Rebell war. Robert konnte nur eine Niederlage verzeichnen, die durch die Truppen der Tyrells zugefügt wurde. Nach dem Tod von Aerys II. Targaryen unterwarfen sich die Tyrells kampflos und schworen Robert Baratheon die Treue.
Die Unbefleckten
Die Unbefleckten sind Sklavenkämpfer, die in der Sklavenbucht in Astapor ausgebildet werden. Sie gehören zu den stärksten und treusten Soldaten in Essos. Dabei sind sie der Treue verpflichtet und machen alles, was der Meister ihnen sagt. Wenn sie ihre Ausbildung beginnen, müssen sie ihre Namen ablegen und erhalten anschließend neue, die sie daran erinnern, wer sie sind. Ein Hauptbestandteil der Ausbildung ist, dass der Auszubildende ein Jahr lang einen Hund erziehen und ihn danach töten muss. Die Kastration gehört auch dazu, damit das sexuelle Verlangen unterdrückt wird. Außerdem müssen sie ein Neugeborenes vor den Augen der Mutter töten. Als Entschädigung gibt es eine Silbermünze für den Besitzer des Kindes. Ein Hauptmerkmal eines Unbefleckten ist, dass sie einen großen Widerstand gegen Schmerzen haben, der den Anschein macht, dass sie komplett immun gegen Schmerzen sind. Besondere Stärken der Unbefleckten sind: Kurzspeere während der Phalanx-Taktik und Kurzschwerter im Kampf Mann gegen Mann. Das Anlegen und Ausrüsten des Unbefleckten gehört auch zum Training, was aber beim Kauf eines Unbefleckten nicht inbegriffen ist. Die ausgebildeten Unbefleckten sind daran erkennbar, dass sie einen Kupferhelm mit einer langen Spitze tragen.
,,Ich suche mir meine Verbündeten sorgsam aus, und meine Feinde noch sorgsamer"
Dieses Zitat von Varys passt für diese Staffel wie die Faust aufs Auge. Neue Bedrohungen tun sich auf, Bündnisse werden geschlossen, ein Krieg steht bevor. Denn es wird viel auf Beziehungen eingegangen. Die Tyrells mit den Lannisters, die Starks mit den Männern aus dem Norden, Jon Schnee mit den Wildlingen. Das sind alles Beziehungen, bei denen es wirklich krachen könnte. Aber ob sich diese Leute zusammen tun oder sich auseinander leben, das zeigt sich wohl in den kommenden Folgen und Staffeln. Jedenfalls knüpft die Handlung genau dort an, wo sie in der zweiten Staffel endete. Der Auftakt dieser Staffel erwies sich direkt als intrigant und spannend. Handlungen werden weitergeführt und vertieft, neue entstehen und manche enden. In der Mitte der Staffel wird es für einige Figuren wirklich heikel, da man viele neue und gefährliche Figuren in die Handlung mit ein gebunden hat. Auch hier treffen sich wieder manche Figuren, die versuchen sich gegenseitig zu schützen oder in einen Konflikt geraten. Alles in allem endet die Staffel mit einem grandiosen Finale. Dabei ist erwähnenswert, dass sich die Handlung immer etwas Langsam fortbewegt, um ihre Komplexität und Vielfalt zu bewahren. Denn es gibt weiterhin eine riesige Anzahl an Figuren, bei denen halt jeder seine gewisse Screentime bekommt, um den jeweiligen Handlungsstrang weiter fortzuführen. Dabei habe ich mich besonders gefreut, dass Nikolaj Coster-Waldau wieder mehr Screentime zugesprochen bekam. Geschmückt wird die Handlung wieder mit erstklassigen Dialogen, die ich auch schon in den vorherigen zwei Kritiken belobigt habe. Erneut zeichnen sie sich durch ihre Komplexität, Versponnenheit und Indirekheit aus. Der Spannungsbogen bleibt ebenfalls auf einem hohen Niveau. Dieser wird wieder mit Intrigen, perfekten Cliffhangern, genialen Twists und den bereits erwähnten Dialogen gestärkt.
Auch beim technischen Abschnitt kann ich nicht meckern. Die Kameraarbeit und der Schnitt bleiben auf gewohntem, hohem Niveau. Die Perspektiven wurden immer bestens gewählt, wodurch man schöne Ausblicke auf die Landschaft oder vielsagende Bilder während den Dialogen bekommt. Was aber bei dem visuellen Part nicht unterschätzt werden darf, ist das Licht. Das Licht wurde wie in den beiden Staffeln zuvor passend eingesetzt. Durch passende Lichtverhältnisse kann man eine sehr gute Atmosphäre aufbauen, was auch hier äußert gelungen ist. Die Kostüme wurden wieder hervorragend gewählt, die durch eine hohe Production Value schön und aufwendig gemacht wurden. Nachdem man weiterhin in Kroatien, Irland und Island dreht, ist ja mit Marokko ein neuer Schauplatz hinzugekommen. Marokko stellt die neuen Städte der Sklavenbucht da, nämlich Astapor und Yunkai. Auch hier sind die Schauplätze großartig gewählt worden, die überall Details vorzuweisen hat. Mit den CGI-Effekten wurde wieder sparsam umgegangen, die immer nur bei den nötigen Szenen eingesetzt wurden. Bei der audiovisuellen Technik kann ich mich ebenfalls nicht beklagen, denn die Musikstücke von Ramin Djawadi, die immer bei den passenden Stellen eingesetzt werden, sind mit einer hohen Qualität produziert worden, die einen ausdrucksvollen Klang bei den jeweiligen Szenen hinterlassen.
Einige mussten ihr Leben lassen, andere sind hinzugekommen. Mit 24 neuen Darstellern wurde der Cast aufgestockt. Um ein paar Namen zu nennen, sind Kerry Ingram [Sharin Baratheon], Iwan Rheon [Ramsay Schnee], Kristofer Hivyu [Tormund Riesentod], Thomas-Brodie Sangster [Jojen Reet], Nathalie Emmanuel [Missandei], Diana Rigg [Olenna Tyrell], Charlotte Hope [Myranda], Jacob Anderson [Grauer Wurm] und Richard Dormer [Beric Dondarrion] neu dabei. Allesamt machen ihre Arbeit gut, aber Kristofer Hivyu, Iwan Rheon und Diana Rigg stechen bei den Neuzugängen heraus. Auch der restliche, bereits bekannte Cast spielt auf sehr hohem Niveau. Vor allem Peter Dinklage, Lena Headey, Jack Gleeson, Emilia Clarke, Kit Harington und dieses mal auch Nikolaj-Coster Waldau, Charles Dance und Neuzugang Iwan Rheon spielen einfach überragend. Die Figuren sind erstklassig geschrieben und wirken so richtig lebendig. Dabei ist ganz wichtig zu erwähnen, dass man bei ihnen richtig mitfühlen kann. Außerdem entwickelten sich die Charaktere der Figuren weiter. Besonders merkt man dies bei: Daenerys Targaryen, Jaime Lannister, Joffrey Baratheon, Jon Schnee, Stannis Baratheon, Theon Graufreud, Tyrion Lannister und Ygritte.
Auch beim technischen Abschnitt kann ich nicht meckern. Die Kameraarbeit und der Schnitt bleiben auf gewohntem, hohem Niveau. Die Perspektiven wurden immer bestens gewählt, wodurch man schöne Ausblicke auf die Landschaft oder vielsagende Bilder während den Dialogen bekommt. Was aber bei dem visuellen Part nicht unterschätzt werden darf, ist das Licht. Das Licht wurde wie in den beiden Staffeln zuvor passend eingesetzt. Durch passende Lichtverhältnisse kann man eine sehr gute Atmosphäre aufbauen, was auch hier äußert gelungen ist. Die Kostüme wurden wieder hervorragend gewählt, die durch eine hohe Production Value schön und aufwendig gemacht wurden. Nachdem man weiterhin in Kroatien, Irland und Island dreht, ist ja mit Marokko ein neuer Schauplatz hinzugekommen. Marokko stellt die neuen Städte der Sklavenbucht da, nämlich Astapor und Yunkai. Auch hier sind die Schauplätze großartig gewählt worden, die überall Details vorzuweisen hat. Mit den CGI-Effekten wurde wieder sparsam umgegangen, die immer nur bei den nötigen Szenen eingesetzt wurden. Bei der audiovisuellen Technik kann ich mich ebenfalls nicht beklagen, denn die Musikstücke von Ramin Djawadi, die immer bei den passenden Stellen eingesetzt werden, sind mit einer hohen Qualität produziert worden, die einen ausdrucksvollen Klang bei den jeweiligen Szenen hinterlassen.
Einige mussten ihr Leben lassen, andere sind hinzugekommen. Mit 24 neuen Darstellern wurde der Cast aufgestockt. Um ein paar Namen zu nennen, sind Kerry Ingram [Sharin Baratheon], Iwan Rheon [Ramsay Schnee], Kristofer Hivyu [Tormund Riesentod], Thomas-Brodie Sangster [Jojen Reet], Nathalie Emmanuel [Missandei], Diana Rigg [Olenna Tyrell], Charlotte Hope [Myranda], Jacob Anderson [Grauer Wurm] und Richard Dormer [Beric Dondarrion] neu dabei. Allesamt machen ihre Arbeit gut, aber Kristofer Hivyu, Iwan Rheon und Diana Rigg stechen bei den Neuzugängen heraus. Auch der restliche, bereits bekannte Cast spielt auf sehr hohem Niveau. Vor allem Peter Dinklage, Lena Headey, Jack Gleeson, Emilia Clarke, Kit Harington und dieses mal auch Nikolaj-Coster Waldau, Charles Dance und Neuzugang Iwan Rheon spielen einfach überragend. Die Figuren sind erstklassig geschrieben und wirken so richtig lebendig. Dabei ist ganz wichtig zu erwähnen, dass man bei ihnen richtig mitfühlen kann. Außerdem entwickelten sich die Charaktere der Figuren weiter. Besonders merkt man dies bei: Daenerys Targaryen, Jaime Lannister, Joffrey Baratheon, Jon Schnee, Stannis Baratheon, Theon Graufreud, Tyrion Lannister und Ygritte.
Fazit
Ich weiß eigentlich gar nicht mehr so recht, was ich schreiben soll, da die dritte Staffel nicht schlechter, sondern noch besser wird und ich der zweiten Staffel bereits die volle Punktzahl gegeben habe. Jedenfalls bleibt die Serie sehr authentisch und spart nicht mit Brutalität. Die Handlung bleibt weiterhin auf dem gewohnten, hohen Niveau der Serie. Die Episoden 9 und 10 waren in meiner Hinsicht die besten Folgen der Staffel. Wie bereits erwähnt, ist diese Staffel noch besser als die vorherige. Deshalb kann ich nichts entgegensetzen und vergebe der dritten Staffel 10/10 Punkte. Ich kann Dir jetzt schon versichern, dass ich mich in den nächsten Tagen etwas Beeilen muss, da die sechste Staffel naht. Deshalb werden in den kommenden Tagen, die vorerst letzten beiden Kritiken zu Game of Thrones erscheinen. Um diese Kritik mit einem würdigen Abschluss zu versehen, folgt nun ein Zitat, welches aus der dritten Staffel stammt.
,,Chaos ist kein Abgrund, Chaos ist eine Leiter. Viele, die versuchen sie zu erklimmen scheitern und dürfen es nie wieder versuchen. Sie zerbrechen an ihrem Sturz. Und manchen wird die Gelegenheit geboten, sie zu erklimmen, doch sie weigern sich, sie klammern sich ans Reich, oder an die Götter, oder an die Liebe. Illusionen, nur die Leiter ist echt. Der Aufstieg ist alles!" - Petyr Baelish
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Sonntag, 3. April 2016
GAME OF THRONES Staffel 2 - Kritik (2016)
Herzlich willkommen bei einer neuen Serienkritik! Nachdem ich am 19.03 bereits die erste Staffel von Game of Thrones rezensiert habe, folgt nun die zweite Staffel. Die erste Staffel hatte die Messlatte bereits sehr hoch gelegt. Ob die Erwartungen in dieser Staffel erreicht werden können? Oder sogar übertroffen? Das wirst Du dann am Ende meiner Kritik erfahren. Aber hier erstmal der Trailer zur zweiten Staffel: https://www.youtube.com/watch?v=Dv0UBTfnqdI.
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Informationen zur zweiten Staffel
Die Erstausstrahlung der zweiten Staffel erfolgte am 01. April 2012 auf HBO. Im deutschsprachigen Raum konnte man die erste Folge erstmals am 23. Mai 2012 auf dem Sender "Sky Atlantic HD" sich zu Gemüte führen. Der Beginn der Dreharbeiten erfolgte am 25. Juli 2011 und endeten am 12. Dezember 2011. Die Hauptdrehorte der zweiten Staffel waren über die Welt verstreut. Am meisten wurde wieder in Nordirland und im Paint Hall Studio in Belfast gedreht. Königsmund hingegen, bekam einen neuen Drehort. Die Stadt "Dubrovnik" in Kroatien wurde als neuer Schauplatz für Königsmund und der neuen Stadt Qarth genommen. Für die Aufnahmen jenseits des Eiswalls wurde in Island gedreht. Die Produktionskosten der zweiten Staffel waren um 15% höher als für die vorherige Staffel und liegt damit bei ca. 69.000.000 $, was umgerechnet 60.596.500 Millionen Euro sind. Die zweite Staffel wurde bei verschiedenen Preisverleihungen etliche Male nominiert, und räumte beispielsweise von zwölf Emmy-Nominierungen sechs Preise ab. Von der FSK erhielt diese Staffel eine Altersfreigabe ab 16.
Ereignisse aus Staffel 1 und die Handlung der 2. Staffel
Falls du die erste Staffel noch nicht gesehen hast, empfehle ich dir diesen Absatz zu überspringen. Von der zweiten Staffel verrate ich lediglich den groben Handlungsbogen für manche Figuren, sowie ich es bereits bei der Kritik der ersten Staffel getan habe. Somit kennzeichne ich diesen Absatz mit einem SPOILER ALERT! Entwarnung gibt es am Ende.
Nachdem Robert Baratheon [Mark Addy] starb und Joffrey Baratheon [Jack Gleeson] als neuer König ernannt wurde, ist der Bürgerkrieg nun offiziell ausgebrochen. Auch der Krieg unter den Familien scheint entfacht zu sein. Der Tod von Eddard Stark [Sean Bean] war der Anlass dafür, dass Robb Stark [Richard Madden] gemeinsam mit dem Norden Krieg gegen die Lannisters führt. Genau diesen Plan verfolgt Robb auch weiterhin, weil er nicht nur seine Schwestern Arya [Maisie Williams] und Sansa [Sophie Turner] befreien möchte, die die Geiseln der Lannisters sind, sondern auch die Herrschaft von Joffrey Baratheon beenden möchte. Als Antwort darauf hat ja Robb Stark den Königsmörder, Jaime Lannister [Nikolaj Coster-Waldau], gefangen genommen. Dieser versucht nun aus seinem Gefängnis auszubrechen. Währenddessen wurde das Gerücht öffentlich, und offenbarte sich beim Zuschauer, dass Joffrey, Myrcella [Aimee Richardson] und Tommen [Callum Wharry] nicht Roberts Kinder sind, sondern die Kinder von Cersei [Lena Headey] und Jaime Lannister. Aber kommen wir zurück zu den Starks. Während Sansa weiterhin sich selbst Joffrey überlässt, flüchtet Arya mit einem Vertreter der Nachtwache und will zur Schwarzen Festung, um bei ihrem Bruder Jon Schnee [Kit Harington] Schutz zu suchen. Jon Schnee hingegen macht mit der Nachtwache eine Expedition hinter der Mauer, um Benjen Stark [Joseph Mawle] zu suchen und die unklare Lage der Wildlinge zu erfahren. Balon Graufreud [Patrick Malahide] möchte vom Krieg zwischen den Lannisters und der Starks profitieren und greift erstmals ins Geschehen aktiv ein. Tyrion Lannister [Peter Dinklage] hat es in der ersten Staffel nicht leicht gehabt. In der Gefangenschaft von Catelyn Stark [Michelle Fairley] gewesen, ein Götterurteil durch Zweikampf überlebt, wo Bronn [Jerome Flynn] für ihn kämpfte, die Hure Shae [Sibel Kekilli] kennengelernt, in diese er sich verliebte und hat eine Schlacht überlebt. Nun übergab sein Vater, Tywin Lannister [Charles Dance], ihn vorerst den Rang als Hand des Königs, da er ja einen Krieg zu führen hat. Auf dem Kontinent Essos hat Daenerys Targaryen [Emilia Clarke] gerade ihren Mann und ihr Kind verloren, jedoch sind aus den drei Dracheneiern drei Drachen geschlüpft. Die meisten Dothraki haben sie verlassen, und sie kämpft nun mit ihrer restlichen Gruppe ums Überleben. Aber der Schwerpunkt der Staffel liegt wohl bei den Baratheons. Nachdem Renly Baratheon [Gethin Anthony] ein paar Stunden vor dem Tod von Eddard aus dem Kleinen Rat ausstieg und floh, wappnet er sich jetzt für den Krieg um den Thron und sieht sich als rechtmäßigen König. Aber nicht nur er kämpft um den Thron, sondern auch sein Bruder Stannis Baratheon [Stephen Dillane], der sich ebenfalls als rechtmäßiger König sieht. Jedoch sind sich beide uneinig über die Thronfolge, weshalb sich die beiden streiten.
Ende des SPOILER ALERTS!
Die Nachtwache
Die Nachtwache ist ein militärisches Lager, die Freiwillige und Verbrecher aufnimmt. Sie sind dafür da, um die Sieben Königslande davor zu beschützen, was sich hinter dem riesigen Eiswall befindet. Der Orden wurde noch vor dem Zeitalter der Helden gegründet, als die Andalen zurückgeschlagen wurden. Die Farbe der Kleidung ist schwarz und das Wappen ist eine schwarze Krähe. Die Nachtwache unterteilt die Beschäftigungen als Grenzer, Kämmerer und Baumeister. Die Grenzer verteidigen die Mauer und alles jenseits davon. Die Kämmerer sind die Versorger der Nachtwache. Und die Baumeister sind dafür zuständig, um Reparaturen an der Mauer und den Burgen zu tätigen. Laut einer Legende nach, wurde die Nachtwache vor 8000 Jahren gegründet, um die Sieben Königslande vor Wildlinge, Riesen und Weißen Wanderern zu schützen. Wie bereits erwähnt, errichteten sie zu diesem Zeitpunkt auch den riesigen Eiswall. Insgesamt besitzt die Nachtwache neunzehn Burgen an der Mauer. Um Mitglied der Nachtwache zu werden, müssen die angehenden Anhänger einen Eid auf Lebenszeit ablegen, der besagt, dass sie weder eine Ehe eingehen, noch eine Familie gründen, geschweige denn, Besitz ergreifen dürfen. Außerdem bietet der Beitritt eine Absolution, der alle vergangenen Verbrechen ungültig macht und eine Immunität der Strafverfolgung gewährt. Jedoch wird die Desertation mit dem Tod bestraft. Einst hatte die Nachtwache ein hohes Ansehen, mit vielen adligen Mitgliedern, die freiwillig den Eid geschworen haben, um damit ein Zeichen der Hingabe zum Schutz des Reiches zu zeigen. Mittlerweile zeigt die Nachtwache eine sehr geringe Besetzung auf, die zeigt, dass der Großteil der Mitglieder nur Schwerverbrecher sind, und damit nur noch drei Burgen der Neunzehn besetzt sind. Die bemannten Burgen sind der Schattenturm, die Ostwacht an der See und der Hauptsitz, die Schwarze Festung. Der derzeitige Anführer der Nachtwache ist der Lord Kommandant Jeor, aus dem Hause Mormont.
Nachdem Robert Baratheon [Mark Addy] starb und Joffrey Baratheon [Jack Gleeson] als neuer König ernannt wurde, ist der Bürgerkrieg nun offiziell ausgebrochen. Auch der Krieg unter den Familien scheint entfacht zu sein. Der Tod von Eddard Stark [Sean Bean] war der Anlass dafür, dass Robb Stark [Richard Madden] gemeinsam mit dem Norden Krieg gegen die Lannisters führt. Genau diesen Plan verfolgt Robb auch weiterhin, weil er nicht nur seine Schwestern Arya [Maisie Williams] und Sansa [Sophie Turner] befreien möchte, die die Geiseln der Lannisters sind, sondern auch die Herrschaft von Joffrey Baratheon beenden möchte. Als Antwort darauf hat ja Robb Stark den Königsmörder, Jaime Lannister [Nikolaj Coster-Waldau], gefangen genommen. Dieser versucht nun aus seinem Gefängnis auszubrechen. Währenddessen wurde das Gerücht öffentlich, und offenbarte sich beim Zuschauer, dass Joffrey, Myrcella [Aimee Richardson] und Tommen [Callum Wharry] nicht Roberts Kinder sind, sondern die Kinder von Cersei [Lena Headey] und Jaime Lannister. Aber kommen wir zurück zu den Starks. Während Sansa weiterhin sich selbst Joffrey überlässt, flüchtet Arya mit einem Vertreter der Nachtwache und will zur Schwarzen Festung, um bei ihrem Bruder Jon Schnee [Kit Harington] Schutz zu suchen. Jon Schnee hingegen macht mit der Nachtwache eine Expedition hinter der Mauer, um Benjen Stark [Joseph Mawle] zu suchen und die unklare Lage der Wildlinge zu erfahren. Balon Graufreud [Patrick Malahide] möchte vom Krieg zwischen den Lannisters und der Starks profitieren und greift erstmals ins Geschehen aktiv ein. Tyrion Lannister [Peter Dinklage] hat es in der ersten Staffel nicht leicht gehabt. In der Gefangenschaft von Catelyn Stark [Michelle Fairley] gewesen, ein Götterurteil durch Zweikampf überlebt, wo Bronn [Jerome Flynn] für ihn kämpfte, die Hure Shae [Sibel Kekilli] kennengelernt, in diese er sich verliebte und hat eine Schlacht überlebt. Nun übergab sein Vater, Tywin Lannister [Charles Dance], ihn vorerst den Rang als Hand des Königs, da er ja einen Krieg zu führen hat. Auf dem Kontinent Essos hat Daenerys Targaryen [Emilia Clarke] gerade ihren Mann und ihr Kind verloren, jedoch sind aus den drei Dracheneiern drei Drachen geschlüpft. Die meisten Dothraki haben sie verlassen, und sie kämpft nun mit ihrer restlichen Gruppe ums Überleben. Aber der Schwerpunkt der Staffel liegt wohl bei den Baratheons. Nachdem Renly Baratheon [Gethin Anthony] ein paar Stunden vor dem Tod von Eddard aus dem Kleinen Rat ausstieg und floh, wappnet er sich jetzt für den Krieg um den Thron und sieht sich als rechtmäßigen König. Aber nicht nur er kämpft um den Thron, sondern auch sein Bruder Stannis Baratheon [Stephen Dillane], der sich ebenfalls als rechtmäßiger König sieht. Jedoch sind sich beide uneinig über die Thronfolge, weshalb sich die beiden streiten.
Ende des SPOILER ALERTS!
Adelsfamilien und Gruppierungen
Familie Graufreud
Das Haus Graufreud ist eines der größten Häuser von Westeros und wurde im Zeitalter der Helden vom Grauen König gegründet. Das Wappen der Familie zeigt einen goldenen Kraken auf schwarzem Hintergrund. Der Leitspruch lautet "Wir säen nicht" und ihr Hauptsitz ist auf den Eiseninseln bei Peik. Das derzeitige Oberhaupt der Familie ist Balon Graufreud. Die Graufreuds haben eine besondere Religion, denn sie folgen den Ertrunkenen Gott. Als die Graufreuds während Roberts Rebellion jahrelang neutral waren, ernannte sich Balon Graufreud selbst zum König der Eiseninseln. Sie starteten eine Rebellion, die jedoch fehlschlug. Denn seine Flotte, die unter dem Kommando seines Bruders Victarion stand, wurde besiegt und Balons Söhne, Rodrik und Maron, wurden im Kampf getötet. Theon Graufreud [Alfie Allen], der letzte Sohn von Balon, wurde als Geisel genommen, lebte fortan in Winterfell und wurde das Mündel von Lord Eddard Stark. Dadurch entschied sich Balon dafür, seine Tochter Asha [Gemma Whelan] als neue Erbin heranzuziehen. Balons Bruder, Euron, wurde verbannt, da er das Salzweib seines Bruder Victarion vergewaltigte. Daraufhin kam Victarion zum Entschluss, seine Frau zu töten, um seine Ehre zu bewahren. Euron schloss sich seitdem den Piraten an.
Das Freie Volk
Auch genannt "die Wildlinge", leben sie jenseits des Eiswalls. Sie stammen von den Ersten Menschen ab und den Bewohnern des Nordens. Diese Menschen hatten damals einfach nur Pech, da sie sich auf der falschen Seite der Mauer befanden, die vor 8000 Jahren erbaut wurde. Allerdings vergaßen die Menschen der Sieben Königslande, weshalb die Mauer errichtet wurde und glaubten, dass sie nur dafür da war, um die Wildlinge nördlich der Mauer zu behalten. Der Grund ist aber ein ganz anderer. Die Nachtwache wusste, dass die Mauer erbaut wurde, um sich vor einer Rückkehr der Weißen Wanderer zu verteidigen. Das Freie Volk besteht aus etwa 90 unterschiedlichen Stämmen, die auch größtenteils verfeindet sind. Manke Rayder [Ciarán Hinds], der König jenseits der Mauer, hat diese Stämme dazu gebracht, dass sie sich zusammenschließen, um die Mauer im Süden zu überwinden, bevor der Winter kommt. In der riesigen Armee der Wildlinge befinden sich unter anderem die Stämme der Thenn, Hornfüße, Höhlenmenschen, White Tree und zahlreiche Stämme aus dem Verfluchten Wald. Auch die Riesen begleiten diese Armee. Im Freien Volk werden sieben unterschiedliche Sprachen gesprochen.
Die Nachtwache ist ein militärisches Lager, die Freiwillige und Verbrecher aufnimmt. Sie sind dafür da, um die Sieben Königslande davor zu beschützen, was sich hinter dem riesigen Eiswall befindet. Der Orden wurde noch vor dem Zeitalter der Helden gegründet, als die Andalen zurückgeschlagen wurden. Die Farbe der Kleidung ist schwarz und das Wappen ist eine schwarze Krähe. Die Nachtwache unterteilt die Beschäftigungen als Grenzer, Kämmerer und Baumeister. Die Grenzer verteidigen die Mauer und alles jenseits davon. Die Kämmerer sind die Versorger der Nachtwache. Und die Baumeister sind dafür zuständig, um Reparaturen an der Mauer und den Burgen zu tätigen. Laut einer Legende nach, wurde die Nachtwache vor 8000 Jahren gegründet, um die Sieben Königslande vor Wildlinge, Riesen und Weißen Wanderern zu schützen. Wie bereits erwähnt, errichteten sie zu diesem Zeitpunkt auch den riesigen Eiswall. Insgesamt besitzt die Nachtwache neunzehn Burgen an der Mauer. Um Mitglied der Nachtwache zu werden, müssen die angehenden Anhänger einen Eid auf Lebenszeit ablegen, der besagt, dass sie weder eine Ehe eingehen, noch eine Familie gründen, geschweige denn, Besitz ergreifen dürfen. Außerdem bietet der Beitritt eine Absolution, der alle vergangenen Verbrechen ungültig macht und eine Immunität der Strafverfolgung gewährt. Jedoch wird die Desertation mit dem Tod bestraft. Einst hatte die Nachtwache ein hohes Ansehen, mit vielen adligen Mitgliedern, die freiwillig den Eid geschworen haben, um damit ein Zeichen der Hingabe zum Schutz des Reiches zu zeigen. Mittlerweile zeigt die Nachtwache eine sehr geringe Besetzung auf, die zeigt, dass der Großteil der Mitglieder nur Schwerverbrecher sind, und damit nur noch drei Burgen der Neunzehn besetzt sind. Die bemannten Burgen sind der Schattenturm, die Ostwacht an der See und der Hauptsitz, die Schwarze Festung. Der derzeitige Anführer der Nachtwache ist der Lord Kommandant Jeor, aus dem Hause Mormont.
,,Du weißt gar nichts, Jon Schnee!"
Die zweite Staffel beginnt genau an der Stelle, wo die erste Staffel endete. Man sieht, wie der Krieg beginnt. Nicht nur zwischen den Familien, sondern auch unter den Familien. Die ersten Folgen der zweiten Staffel dienen wieder als Exposition, um den Sachverhalt der kommenden Folgen zu erklären/bilden/fortzusetzen. Auch in dieser Staffel sind die Handlungen wieder äußerst komplex und tiefgründig, die gegenüber anderer Serien sich eher langsam aufbaut. Dadurch sollte man ein gewisses Maß an Geduld besitzen. Es ist aber keinesfalls mit Langatmigkeit zu verwechseln, denn das ist Game of Thrones sicher nicht! Die Dialoge sind genauso stark wie in der ersten Staffel und zeichnen sich erneut durch ihre Komplexität, Versponnenheit und Indirektheit aus. Nach dem Ende der ersten Staffel nimmt die Spannung zwar leicht ab, verliert sie aber nicht und steigt wieder rasant an. Dadurch baut man sich im Laufe der Staffel einen guten Spannungsbogen auf, der sich mit den jeweiligen Cliffhangern der Episoden und den Twists dermaßen stärkt. Was ein interessanter Aspekt von Game of Thrones ist, ist, dass die Serie auch nicht mit Gesellschaftskritik spart. Wie der Streit um den Thron, ist in Wirklichkeit an die Politik angelehnt oder die Sache mit den Wildlingen, die derzeit treffend auf die Flüchtlingslage hinweist.
Der technische Aspekt von Game of Thrones ist einfach unglaublich. Denn atmosphärisch bleibt Game of Thrones auf einem sehr hohen Level. Mit den Konflikten und Intrigen, mit denen bereits in der ersten Staffel gearbeitet wurden, nehmen in der zweiten Staffel noch mehr zu, womit vieles noch problematischer wird. Außerdem treffen sich manche Figuren, bei denen man sich denkt, dass sie niemals durch solch' einen Umstand zusammen geraten. Manchmal bleibt ihre Identität bewahrt, suchen sich oder treffen bewusst aufeinander. Ein gutes Beispiel dafür ist, wie Tyrion und Catelyn sich in der ersten Staffel begegnen. Diese ,,Zufallsbegegnungen" tun der Serie sehr gut. Die Kameraarbeit bleibt exzellent, die mitsamt ihren Landschaftsaufnahmen und Schnitten wahnsinnig schöne Aufnahmen hinbekommt und die auch bei den Dialogen vielsagende Bilder liefert. Auch mit den Lichtverhältnissen und dem künstlichen Licht wurde in der Serie gespielt, mit denen man schöne, ausgeleuchtete Schauplätze zu sehen bekommt und die auch bei den Dialogen fantastisch eingesetzt wurden. Die Schauplätze sind dermaßen mit Detailreichtum gespickt, wodurch Game of Thrones und auch das Mittelalter, sehr authentisch wirkt. Mit Ramin Djawadi wurde ein äußerst kompetenter Komponist gefunden, der die Stimmung des Mittelalters mit seiner musikalischen Untermalung mehr als passend zur Geltung bringt. Ich habe mir auch noch die Extras der zweiten Staffel zu Gemüte geführt, womit ich nun sagen kann, dass die CGI-Effekte nur in den notwendigen Stellen verwendet wurden, wodurch in der neunten Folge der zweiten Staffel Vieles wirklich gedreht wurde. Denn dadurch schaffte man eine Schlacht, die man so bisher nur in Herr der Ringe gesehen hatte.
Ich denke, ich habe genug über den technischen Aspekt geredet. Kommen wir nun zum schauspielerischen Aspekt. Der Cast bleibt größtenteils unverändert, bis auf ein paar Abgänge und Neuzugänge. Erstmals tauchen auch Stephen Dillane [Stannis Baratheon], Carice von Houten [Melisandre], Rose Leslie [Ygritte], Liam Cunningham [Davos Seaworth], Gwendoline Christie [Brienne], Natalie Dormer [Margaery Tyrell] und Tom Wlaschiha [Jaqen H'gar] in Game of Thrones auf. Vor allem Tom Wlaschiha, der den Attentäter Jaqen H'ghar darstellt, wurde schnell zu einer meiner Lieblingsfiguren der Serie. Und auch Rose Leslie, die die Wildlingsdame Ygritte darstellt, hatte bei mir für einige Lacher gesorgt. Die ganzen Neuzugänge machen insgesamt eine gute Arbeit, weshalb sie ihre Figuren in der Serie sehr gut spielen. Auch der noch bestehende/vorherige Cast spielt auf gewohnten hohen Niveau. Vor allem Peter Dinklage, Lena Headey, Jack Gleeson und dieses mal auch Emilia Clarke und Kit Harington muss ich deutlich hervorheben. Diese fünf spielen ihre Rolle einfach überragend, da sie so viel Mühe und Herzblut in ihre Figuren stecken. Auch die Charakterentwicklung der jeweiligen Figuren geht voran. Gut zu spüren waren diese bei Arya Stark, Daenerys Targaryen, Jaime Lannister, Jon Schnee, Sandor Clegane, Theon Graufreud und Tyrion Lannister.
Die zweite Staffel beginnt genau an der Stelle, wo die erste Staffel endete. Man sieht, wie der Krieg beginnt. Nicht nur zwischen den Familien, sondern auch unter den Familien. Die ersten Folgen der zweiten Staffel dienen wieder als Exposition, um den Sachverhalt der kommenden Folgen zu erklären/bilden/fortzusetzen. Auch in dieser Staffel sind die Handlungen wieder äußerst komplex und tiefgründig, die gegenüber anderer Serien sich eher langsam aufbaut. Dadurch sollte man ein gewisses Maß an Geduld besitzen. Es ist aber keinesfalls mit Langatmigkeit zu verwechseln, denn das ist Game of Thrones sicher nicht! Die Dialoge sind genauso stark wie in der ersten Staffel und zeichnen sich erneut durch ihre Komplexität, Versponnenheit und Indirektheit aus. Nach dem Ende der ersten Staffel nimmt die Spannung zwar leicht ab, verliert sie aber nicht und steigt wieder rasant an. Dadurch baut man sich im Laufe der Staffel einen guten Spannungsbogen auf, der sich mit den jeweiligen Cliffhangern der Episoden und den Twists dermaßen stärkt. Was ein interessanter Aspekt von Game of Thrones ist, ist, dass die Serie auch nicht mit Gesellschaftskritik spart. Wie der Streit um den Thron, ist in Wirklichkeit an die Politik angelehnt oder die Sache mit den Wildlingen, die derzeit treffend auf die Flüchtlingslage hinweist.
Der technische Aspekt von Game of Thrones ist einfach unglaublich. Denn atmosphärisch bleibt Game of Thrones auf einem sehr hohen Level. Mit den Konflikten und Intrigen, mit denen bereits in der ersten Staffel gearbeitet wurden, nehmen in der zweiten Staffel noch mehr zu, womit vieles noch problematischer wird. Außerdem treffen sich manche Figuren, bei denen man sich denkt, dass sie niemals durch solch' einen Umstand zusammen geraten. Manchmal bleibt ihre Identität bewahrt, suchen sich oder treffen bewusst aufeinander. Ein gutes Beispiel dafür ist, wie Tyrion und Catelyn sich in der ersten Staffel begegnen. Diese ,,Zufallsbegegnungen" tun der Serie sehr gut. Die Kameraarbeit bleibt exzellent, die mitsamt ihren Landschaftsaufnahmen und Schnitten wahnsinnig schöne Aufnahmen hinbekommt und die auch bei den Dialogen vielsagende Bilder liefert. Auch mit den Lichtverhältnissen und dem künstlichen Licht wurde in der Serie gespielt, mit denen man schöne, ausgeleuchtete Schauplätze zu sehen bekommt und die auch bei den Dialogen fantastisch eingesetzt wurden. Die Schauplätze sind dermaßen mit Detailreichtum gespickt, wodurch Game of Thrones und auch das Mittelalter, sehr authentisch wirkt. Mit Ramin Djawadi wurde ein äußerst kompetenter Komponist gefunden, der die Stimmung des Mittelalters mit seiner musikalischen Untermalung mehr als passend zur Geltung bringt. Ich habe mir auch noch die Extras der zweiten Staffel zu Gemüte geführt, womit ich nun sagen kann, dass die CGI-Effekte nur in den notwendigen Stellen verwendet wurden, wodurch in der neunten Folge der zweiten Staffel Vieles wirklich gedreht wurde. Denn dadurch schaffte man eine Schlacht, die man so bisher nur in Herr der Ringe gesehen hatte.
Ich denke, ich habe genug über den technischen Aspekt geredet. Kommen wir nun zum schauspielerischen Aspekt. Der Cast bleibt größtenteils unverändert, bis auf ein paar Abgänge und Neuzugänge. Erstmals tauchen auch Stephen Dillane [Stannis Baratheon], Carice von Houten [Melisandre], Rose Leslie [Ygritte], Liam Cunningham [Davos Seaworth], Gwendoline Christie [Brienne], Natalie Dormer [Margaery Tyrell] und Tom Wlaschiha [Jaqen H'gar] in Game of Thrones auf. Vor allem Tom Wlaschiha, der den Attentäter Jaqen H'ghar darstellt, wurde schnell zu einer meiner Lieblingsfiguren der Serie. Und auch Rose Leslie, die die Wildlingsdame Ygritte darstellt, hatte bei mir für einige Lacher gesorgt. Die ganzen Neuzugänge machen insgesamt eine gute Arbeit, weshalb sie ihre Figuren in der Serie sehr gut spielen. Auch der noch bestehende/vorherige Cast spielt auf gewohnten hohen Niveau. Vor allem Peter Dinklage, Lena Headey, Jack Gleeson und dieses mal auch Emilia Clarke und Kit Harington muss ich deutlich hervorheben. Diese fünf spielen ihre Rolle einfach überragend, da sie so viel Mühe und Herzblut in ihre Figuren stecken. Auch die Charakterentwicklung der jeweiligen Figuren geht voran. Gut zu spüren waren diese bei Arya Stark, Daenerys Targaryen, Jaime Lannister, Jon Schnee, Sandor Clegane, Theon Graufreud und Tyrion Lannister.
Fazit
Wenn ich eins in der Welt von Game of Thrones gelernt habe, dann, dass es keine Gerechtigkeit in dieser Welt gibt. Man sieht ja, wie sicher die Figuren im Kampf um den Thron sind. Auch in der zweiten Staffel spitzt sich die Lage weiter zu, wodurch die Handlung noch ein Stück problematischer wird. Der technische und schauspielerische Abschnitt, sowie die Handlung bleibt auf dem hohen Niveau. Jedoch muss ich sagen. dass die zweite Staffel nochmal um einiges zu legt. Vor allem die Schlacht in dieser Staffel ist einfach nur atemberaubend! Insgesamt macht die zweite Staffel sehr Vieles richtig und übertrifft nochmal die Leistung der ersten Staffel. Erneut konnte ich keinen Negativpunkt ausfindig machen, weshalb ich der zweiten Staffel von diesem Fantasy-Meisterwerk die vollen 10/10 Punkte gebe. Empfehlenswert bleibt die Serie für Leute, die ein Interesse für das Fantasy- und Drama-Genre, ein Verständnis für komplexe Handlungen und nichts gegen eine eher dialoglastige Serie haben.
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